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Herrsching blickt auf 52 Seiten auf ein ereignisreiches Jahr zurück

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Von: Petra Straub

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Die Gemeinde Herrsching am Ammersee blickt mit dem Jahresbericht auf 2021.
Die Gemeinde Herrsching am Ammersee blickt mit dem Jahresbericht auf 2021. © Peter Kneffel/DPA/Symbolbild

Herrsching – Woran erinnern wir uns, wenn wir auf das Jahr 2021 zurückblicken? Natürlich an die Pandemie, die Kontaktbeschränkungen und sicher auch an Freunde oder Bekannte, die sich mit dem Corona-Virus infiziert haben. Doch es gab auch viel Erfreuliches. Das zeigt der Jahresbericht der Gemeinde Herrsching.

In Herrsching wurden große Projekte wie das geplante Gymnasium und die geplante Obdachlosenunterkunft vorangebracht - und Whisky gebrannt, der in diesem Jahr zum Teil für einen guten Zweck versteigert wird. Davon berichtet der 52-seitige Jahresbericht der Gemeinde, der allen Haushalten zugestellt wird.

Gymnasium und Obdachlosenunterkunft vorangebracht

Auf dem Titelblatt des Jahresberichts baumelt die FFP2-Maske über dem Gemeindewappen und lässt bereits erahnen, dass sich auch 2021 im Ort viel um „das Virus“ drehte. Doch darüber ist auch ein Foto des Ammersees und der Alpenkulisse zu sehen – ein Anblick und Ort, der sich wohl gerade in der Pandemie für viele als Kraftquelle entpuppte. So ist es in Herrsching gelungen, 2021 neben den vielen Pflichtaufgaben „viele Projekte abzuschließen und weiter voranzubringen“, wie Bürgermeister Christian Schiller im Vorwort des Jahresberichts schreibt. Der Bebauungsplan für das Gymnasium, die Planung einer Obdachlosenunterkunft im Gewerbegebiet, mit der demnächst begonnen werden soll und das neue Gemeindehaus in Widdersberg, das ebenfalls noch in diesem Jahr von den Vereinen genutzt werden soll.

Die Fundsachenversteigerung und der Christkindlmarkt fielen aus. Es gab jedoch wieder Veranstaltungen wie die Ausstellung „Herrschinger Kunstrausch“ und den Nacht- und Promenadenmarkt. Insgesamt fanden 18 Musikveranstaltungen in Herrsching statt sowie 14 weitere – Lesungen, Vorträge und Ausstellungen.

Die Einwohnerzahl lag 2021 bei 11.443. Die Anzahl der Geburten bei 81, die der Sterbefälle bei 294. Auch geheiratet wurde in Herrsching in Pandemiezeiten: 57 Ehen wurden im Kurzparkschlösschen geschlossen.

Dieses Jahr wird Whisky versteigert

326 Gewerbemeldungen registrierte die Kommune und Erträge in Höhe von 7,7 Millionen Euro durch Gewerbesteuer, was einen Anstieg von 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Zudem gab es Kompensationszahlungen vom Staat.

Und es wurde Whisky gebrannt auf dem Ignazhof in Widdersberg. Ein Teil davon wird im Juni bei der Eröffnungsfeier de „HeiligenBergFeld Distillery“ für einen wohltätigen Zweck versteigert. Laut Jahresbericht sollen damit Musiker und andere Künstler sowie die Krebsforschung unterstützt werden. Die Zusammenarbeit der Betriebe mit der Gemeinde soll in diesem Jahr intensiviert werden, ist zu lesen. Ziel dabei ist, das Wir-Gefühl zu stärken und den Ort attraktiver zu gestalten.

Große Investitionen in Schulsanierung und Straßenausbau in Herrsching

Hinsichtlich des Haushaltsvolumens gab es im Vergleich zu 2020 einen Rückgang um rund 300.000 Euro und beim Investitionsvolumen um 900.000 Euro. Die Gewerbesteuereinnahmen blieben hinter den Werten des Vorjahres. Zu den größten Anschaffungen gehörten 2021 Dokumentenkameras, Leih-Tablets und anderes mehr für den digitalen Unterricht (109.000 Euro), eine Sandsackfüllanlage für die Feuerwehr (68.000 Euro) sowie Fahrzeuganbauten für den Bauhof (95.000 Euro). Zudem wurde in Bauten investiert, etwa das Gemeindehaus in Widdersberg (280.000 Euro), das im Frühsommer fertig werden soll, die Obdachlosenunterkunft (10.000 Euro) und den Ausbau der Rieder Straße (340.000 Euro). Rund eine halbe Million Euro verschlang die Sanierung der Grund- und Mittelschule und 400.000 das Projekt Kinderhaus am Fendlbach.

Es wurde der zweite Bauabschnitt der energetischen Sanierung der Christian-Morgenstern Grund- und Mittelschule abgeschlossen. Auch der Bau der Dreifachturnhalle der Realschule wurde 2021 begonnen. Trotz reduzierter Einnahmen konnten Darlehen in Höhe von 1,6 Millionen Euro getilgt werden. Die Schulden sanken damit um 70 Prozent auf 700.000 Euro. Im Zusammenhang mit dem Gymnasiumbau wurden Baumaßnahmen an der Mühlfelder Straße durchgeführt (Kanal, Wasserleitung, Fahrbahn und Gehwege). Bei der Bürgerversammlung am 17. März ist nur eine begrenzte Besucherzahl möglich.

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