Zweites Gymnasium Landkreis Starnberg

Kritik an Gilchinger Schulleitung

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Möglicherweise lag es am Länderspiel Deutschland gegen Holland, dass die Mitgliederversammlung des Fördervereins für ein zweites Gymnasium im westlichen Landkreis nur spärlich besucht war.

Herrsching – Spannender als beim Länderspiel Deutschland gegen Holland ging es auf der Mitgliederversammlung des Fördervereins für ein zweites Gymnasium im westlichen Landkreis in Herrsching zu.

Vorsitzender Jens Waltermann kritisierte massiv den Ausschluss von Gastschülern am Christoph-Probst-Gymnasium in Gilching.

Lediglich eine Handvoll Interessierte besuchte am Mittwoch die Jahresversammlung des Fördervereins im Andechser Hof in Herrsching. „Bei der Auswahl Bildung gegen Fußball haben wir leider den Kürzeren gezogen“, bedauerte der im Amt wieder gewählte Vorsitzende Jens Waltermann. In Bezug auf das von Eltern seit vier Jahren geforderte zweite Gymnasium, bevorzugt in Herrsching, erklärte er, dass zwar  „alles viel länger dauert, als erwartet“ und dass man für so ein Projekt auch weiterhin einen „langen Atem“ braucht. „Wir sind aber einen ganzen Schritt weiter und haben bereits die Hürde Kreistag überwunden“, gab er sich optimistisch. 

Landrat Karl Roth bekräftigte seine Unterstützung und eröffnete, dass nach etlichen Gesprächen im Kultusministerium für Mitte Dezember ein Treffen der Entscheidungsträger vorgesehen ist, zu dem auch der Förderverein eingeladen ist. Kritik gab es für die Schulleitung vom Gilchinger Christoph-Probst-Gymnasium, die sich bereits negativ zur so genannten Konkurrenz geäußert hat (wir berichteten). Unter anderem auch deshalb, weil befürchtet wird, dass das erst kürzlich durch einen 13 Millionen Euro teuren Anbau erweiterte Gymnasium dann ausblutet.

Dass dieses Problem so nicht bestehe, sagte Waltermann. Zumal die Schulleitung in Gilching ihm gegenüber erwähnt hatte, dass man grundsätzlich Gastschülern aus anderen Landkreisen den Zutritt verweigert. „Das war eine schockierende Mitteilung. Die halten die Tür von innen zu und verzichten so auf Gastschulbeiträge“, ärgerte sich Waltermann. Was einer Steuergeldverschwendung gleichkomme. Gilchings Schulleiter Peter Meyer räumte zwar ein, dass derzeit keine Gastschüler Aufnahme finden. „Das liegt aber daran, dass momentan der Gymnasiums Altbau von Grund auf saniert wird und wir dadurch Platzprobleme haben.“ Sobald die Arbeiten abgeschlossen seien, was zum neuen Schuljahr der Fall sei, „nehmen wir auch wieder Gastschüler auf.“    pop

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