Abschluss des 29. Internationalen Seminar für Führungskräfte in Landjugendarbeit

Von Herrsching in die Welt

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Zwei Wochen lang intensive Zusammenarbeit: 78 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus 45 Ländern nach Herrsching

Herrsching - Nach insgesamt zwei Wochen intensiver Zusammenarbeit endete am Dienstag das 29. Internationale Seminar für Führungskräfte der Landjugendarbeit 2019 mit einer feierlichen Abschlussfeier. 78 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 45 Ländern sind nach Herrsching in das Haus der bayerischen Landwirtschaft Herrsching gekommen, um Kompetenzen zu erwerben, das eigene umfassende Wissen zu teilen und neue Netzwerke zu bilden.

Ein Seminar, das weit über die Herrschinger Zeit hinaus Wirkung zeigen wird. „Ich bin sehr glücklich und dankbar für die verschiedenen Begegnungen, Erfahrungen und das Netzwerk, welches ich während dem Internationalen Seminar knüpfen durfte. Ich hoffe sehr diese Begegnungen lebendig zu halten, denn das Seminar ist erst der Beginn einer neuen Reise für uns alle“, fasst Basma Bousselmi aus Tunesien ihre Eindrücke vom Internationalen Seminar zusammen.

Die Expertinnen und Experten der Jugendarbeit in und für ländliche Räume absolvierten zunächst ein intensives Führungskräftetraining in Kleingruppen in den Seminarsprachen Englisch, Französisch, oder Deutsch, um innovative Methoden für die Arbeit vor Ort zu erlangen. In einem zweiten Teil stand gruppenübergreifend der Austausch auf Augenhöhe im Vordergrund. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten über die Themen Bildung und Beratung in ländlichen Räumen, Landwirtschaft und Gesellschaft, Ressourcen und Umweltschutz, sowie Stadt und Land im Wettbewerb. Dabei wurde deutlich, dass die Herausforderungen weltweit sehr ähnlich sind, die Rahmenbedingungen und Voraussetzungen in den verschiedenen Ländern jedoch stark variieren. Auf der Grundlage jeweils unterschiedlicher Blickwinkel kam es so zu einem lebendigen Austausch über Erfahrungen, Herangehensweisen und individuelle Lösungsansätze. Im dritten Seminarabschnitt entwickelten die Führungskräfte dann konkrete Aktionspläne, wie sie das Geteilte und Gelernte in ihre Arbeit in den Heimatländern integrieren und umsetzen können. Damit wird eine nachhaltige Wirkung des Seminars bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, den entsendenden Organisationen bzw. den Heimatländern gegeben.

In einer festlichen Abschlussfeier begrüßte Gunther Strobl, Seminarleiter und Direktor des Hauses der bayerischen Landwirtschaft Herrsching, die Gäste und zeigte sich beeindruckt über die Art und Weise, wie gut die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Herausforderungen der internationalen und interkulturellen Zusammenarbeit meisterten und wie fruchtbar der grenzüberschreitende Austausch sein kann. Die 78 haupt- und ehrenamtlichen Führungskräfte der Landjugendarbeit seien Multiplikatoren, „die etwas bewegen wollen, etwas bewegen können und etwas bewegen werden!“

Intensive Gruppenarbeit - und viel Zusammenarbeit 

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner überbrachte ihre Grußworte per Videobotschaft an die jungen Führungskräfte. Sie bekräftigte, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Neugierde, ihre Verbundenheit, aber auch ihre Aktivität bewahren sollen, denn sie tragen ausschlaggebend dazu bei, dass das Leben im ländlichen Raum Zukunft hat. Sie sollen engagiert sein und an die Zukunft glauben.

Walter Heidl, Präsident des Bayerischen Bauernverbandes und Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes, blickte zurück auf die beeindruckende Bilanz der Internationalen Seminare, die einzigartig in der Welt sind und seit 1962 in Herrsching stattfinden. Auch der Landesvorsitzende der Bayerischen Jungbauernschaft Georg Rabl hob die Bedeutung länderübergreifender Netzwerke hervor: „Landjugend verbindet – und das ein Leben lang“.

Im Seminarresümee betonte die Moderatorin Gabriela Quiroga Gilardoni aus Costa Rica, dass die gesamte Gruppe einen wichtigen Prozess durchlaufen habe, um als Gemeinschaft zusammen zu wachsen. Obgleich die Teilnehmer auch unterschiedliche Führungsqualitäten hervorbringen, konnte doch jeder Einzelne einen wichtigen Beitrag für das entstandene Netzwerk erbringen.

Bevor Dr. Klaus Heider vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die Teilnehmerurkunden überreichte, unterstrich er die Schlüsselfunktion der Landwirtschaft und der Ernährungswirtschaft für die Herausforderungen der Zukunft – und damit die Verantwortung in den Händen der Führungskräfte von Morgen. Das entsprechende Rüstzeug hierfür sei ihnen mit dem Seminar mit gegeben worden.

Mit den Worten „Danke für das Erleben von Toleranz und Wertschätzung im Miteinander vom Menschen unterschiedlicher Herkunft, und Danke für die Bestätigung, dass ein friedliches Miteinander doch eigentlich so einfach sein könnte“ schloss Angela Kraus, die stellvertretende Leiterin des Seminars, das 29. Internationale Seminar für Führungskräfte der Landjugendarbeit.

Weitere Infos gibt's unter www.international-herrsching-seminar.de.

kb

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