Historischer Erfolg

Herrsching wirft Berlin aus dem Pokal

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Besser geht es nicht: Die Herrschinger hatten bei der Pokalsensation in Berlin ordentlichen Grund zum Jubeln.

Herrsching – Eine faustdicke Überraschung gelang den Herrschinger Volleyballern im Pokal. Beim amtierenden deutschen Meister, den Recycling Volleys Berlin, setzte sich die Mannschaft von Coach Max Hauser im einem höchst dramatischen Match über fünf Sätze durch.

Mit dem unerwarteten 3:2 (22:25, 18:25, 25:20, 27:25, 15:13) Erfolg in der Bundeshauptstadt zogen die Herrschinger ins Pokal-Halbfinale ein, bei dem sie am 13. Dezember beim TSV Bühl gefordert sein werden. „Das war ein echter Thriller, ein Wahnsinns-Spiel“, war Hauser nach der Sensation bei der sein Team einen 0:2 Satzrückstand noch drehte, total aus dem Häuschen. Vor 3900 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle kam sein Team gut aus den Startlöcher. Eine 17:11 Führung brachten die Herrschinger aber nicht ins Ziel. Einige Fehler bescherten den Gästen noch eine 22:25 Satzniederlage.

Im zweiten Durchgang passte das Timinig bei den Herrschinger nicht. Dadurch lagen sie schnell im Hintertreffen. Auch mit einigen Wechsel konnte Hauser nichts bewirken. Der Satz ging mit 18:25 unspektakulär verloren. Wer jetzt glaubte, die Oberbayern würden mit einer 0:3 Schlappe nach Hause geschickt, irrte sich gewaltig. Im dritten Satz entwickelte sich ein packender Pokal-Fight, weil sich die Herrschinger ins Spiel zurück kämpfen. In der spannenden Schlussphase sorgten TSV-Neuzugang José Pedro Gomes und Christoph Marks für wichtige Punkte zum 25:20 Erfolg, mit dem die Herrschinger wieder im Geschäft waren. Danach geht es spektakulär weiter. Bestes Beispiel dafür war der Ballwechsel zum 5:1. Etliche Blocks und Rettungstaten auf beiden Seiten gab es ehe die Gäste sich den Punkt sicherten. Die Führung verteidigten die Gäste bis zum 18:18. Danach folgten bange Minuten für die Herrsching, da Berlin einen Matchball hat. Der TSV bewies aber Nervenstärke. Tom Strohbach sorgte mit dem Punkt zum 27:25 schließlich für den Satzausgleich, mit dem sie es gegen die Berliner erstmals in den Tiebreak schafften. In dem hatten zunächst die Hausherren die Nase vorne. Die Herrschinger ließen sich aber nicht beirren. Mit einem erfolgreichen Block holte Wilhelm Nilsson das 14:13 für die Gäste. Beim nächsten Angriff wurde ein Block der Gäste zunächst aus gegeben, die daraufhin reklamierten. Schließlich entschied die Unparteiische, weil noch ein Berliner den Ball berührte, zugunsten der Herrschinger, die so den Satz und das Match für sich entschieden.

Danach kannte der Jubel bei den TSV-Volleyballer keine Grenzen. „So etwas habe ich gehofft, mehr als eine 10 Prozent-Chance habe ich uns aber nicht gegeben“, strahlte Hauser nach diesem historischen Erfolg. Am heutigen Samstag (19 Uhr, Nikolaushalle) geht für die Herrschinger der Liga-Alltag in der Bundesliga mit dem Heimspiel gegen den Tabellenführer VfB Friedrichshafen weiter. Wer weiß, vielleicht sorgen sie dabei für eine weitere Sensation.

Von Roland Halmel

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