Landratsamt lenkt ein

Herrschinger Erdwälle kommen wieder weg

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Die in Herrsching angelegten Erdwälle sollten das Parkchaos entlang der Staatsstraße eindämmen. Nun kommen sie aber wieder weg, wie das Landratsamt Starnberg vor Kurzem mitteilte.

Herrsching/Breitbrunn – Das Starnberger Landratsamt hat in Abstimmung mit dem Staatlichen Bauamt Weilheim und der Polizei entschieden, dass die Erdwälle an der Staatsstraße zwischen Herrsching und Breitbrunn wieder entfernt werden. Für die Wassersportler ergibt sich damit eine zweite Chance. Wenn kein Parkchaos mehr entsteht und sich jeder an die Regeln hält, wird das Landratsamt von neuen Maßnahmen absehen.

Die Herrschinger Bucht ist bei Surfern, Windsurfern und Kitesurfern weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt. An Tagen, an denen der Wind stimmt, kommen die Wassersportbegeisterten aus der weiteren Umgebung angefahren. 

Dass die wenigen vorhandenen Parkplätze schnell belegt sind, stört die Sportler oft wenig. Geparkt wird, wo sich nur irgendwo ein Platz findet. Im Mai war der Ansturm so groß, dass ein Durchkommen für Busse und Rettungsfahrzeuge nicht mehr möglich war. Der Verkehr auf der Staatsstraße zwischen Herrsching und Breitbrunn kam teils komplett zum Erliegen. 

Geparkt wurde rechts und links auf der Straße, was außerhalb geschlossener Ortschaften grundsätzlich verboten ist, die Autos parkten auch mitten im Landschaftsschutzgebiet. Es wurden sogar Baumstämme weggeräumt, damit die Autos bis ans Wasser fahren konnten.

Die Untere Straßenverkehrsbehörde im Landratsamt war sich gemeinsam mit der Polizei in Herrsching und dem Staatlichen Bauamt Weilheim einig, dass es so nicht weitergehen kann. Als Sofortmaßnahme wurden auf Veranlassung des Landratsamts vom Staatlichen Bauamt Weilheim Wälle am Straßenrand aufgeschüttet, um ein verbotswidriges Parken zu verhindern. 

Die Erdwälle haben sich als geeignet erwiesen, um ein Chaos zu verhindern. Diese müssen jetzt allerdings wegen Belastungen des Aushubmaterials entfernt werden. Das Staatliche Bauamt ist derzeit auf der Suche nach einer geeigneten Fachfirma. Das Maßnahmenkonzept wird geprüft und neu überdacht. Dabei wird es insbesondere darauf ankommen, wie sich die Situation in der nächsten Zeit gestaltet. 

„Für die Surf Community ergibt sich damit die Möglichkeit, zu beweisen, dass es auch ohne Park-Chaos geht. Wir werden das genau beobachten. Wenn es klappt und nicht mehr zu Verstößen und Behinderungen kommt, müssen wir nichts weiteres unternehmen.“, erklärt Vizelandrat Matthias Vilsmayer.

Von Kreisbote

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