Aus dem Herrschinger Gemeinderat

Ein neues Bahnhofsareal soll umgestaltet werden

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Das Herrschinger Bahnhofsareal soll völlig umgestaltet werden, mit ersten Ideen und Entwürfen beschäftigte sich jüngst der Gemeinderat. Vor allem soll der Bahnhof erlebbar werden, so ein zentraler Vorschlag.

Herrsching – Der Bahnhof ist „das Eingangstor zu Ort und See“, stand einst in einer Sitzungsunterlage der Gemeinde Herrsching. Und dieser soll schöner werden, denn an ein Eingangstor erinnert der Bereich momentan ganz und gar nicht. Ein erster Schritt in Richtung „Verschönerung“ ist der Planungswettbewerb für das Areal, den die Gemeinde ausgelobt hatte.

Über die zehn eingesandten Vorschläge zur Umgestaltung des sogenannten „Magischen Vierecks“ von der Bahnhofstraße und dem Bahnhofsplatz bis Zum Landungssteg und der Seestraße in die Mühlfelder Straße, beriet im November ein 17 Mann starkes Preisgericht. Auf einen zweiten Platz hatte die Jury ganz verzichtet. Qualitativ sei der Sprung vom ersten zum dritten Platz zu groß gewesen, argumentierten die Stimmberechtigten. Am Montag stellten die beiden Sieger den Gemeinderäten ihre Vorschläge vor. Ebenso im Sitzungssaal saßen zahlreiche Anlieger, die im Vorfeld ihre Bedenken schriftlich zusammengestellt und dem Gremium vorgelegt hatten. 

Den Kienbach einbinden

Platz drei ging an das Büro ‚bauchplan‘ in München. Für die Präsentation des Entwurfs war Elisabeth Judmaier heute sogar aus Wien angereist. Den ersten Preis durften die Büros Silands / Gresz + Kaiser in Ulm entgegennehmen. Das Team Roberto Kaiser und Mathias Hähnig vertraten die Erstplatzierten. Als feste Vorgabe sollten die Wettbewerber unter anderem den Kienbach einbinden, öffnen und „erlebbar“ machen. Entlang des Wassers stellte sich ,bauchplan' „eine grüne Anbindung zum Park“ vor und einen „urbanen Platz im Westen vom Bahnhof mit einem Belag eventuell aus Natursteinen“, so Judmaier. Großzügige Plätze zum Verweilen mit Informationsstand, einem Café beziehungsweise einer Gastronomie sahen beide Preisträger vor. Die Sieger allerdings verlegten zugunsten eines größeren Vorplatzes die Verkehrsstraße in Richtung VR-Bank. „Damit rückt der denkmalgeschützte Pavillon auf die Fläche“, erklärte Kaiser in seinem Vortrag. Nur die Busse und die Taxen dürften unverändert den Bahnhofsvorplatz befahren. „Wir haben den Platzcharakter in den Vordergrund gestellt und nicht den Verkehr.“ Dafür müsste allerdings die Herrschinger Insel weichen, die eventuell in einem neu gebauten „Wohn- und Geschäftshaus“ untergebracht werden könnte. 

Vergabegremium bestimmen 

Klaus Pittrich (CSU) gefielen beide Präsentationen – hatte aber Zweifel, dass der Kienbach wie vorgestellt geöffnet werden könnte. Christiane Gruber (BG) griff die Bedenken der Bürger auf, dass der Verkehr „auf der Suche nach dem Bahnhof“ durch die Anwohnerstraßen irren würde. Am Ende waren das alles Fragen, die in der Detailplanung zur Sprache kämen, schloss Bürgermeister Christian Schiller den Tagesordnungspunkt. Das betrifft auch den geförderten Radelständer, den beide Planer verlegen würden. Die Gemeinde gestaltet jetzt eine Broschüre und die Räte bestimmen ein Vergabegremium. Wer die Umsetzung plant, steht dann im April oder Mai fest.

Von Michèle Kirner

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