Schaden liegt im fünfstelligen Bereich

Herrschinger Graffiti-Serie geklärt: 17- und 20-Jähriger schweigen zu Vorwürfen

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Eine Auswahl von sichergestellten Gegenständen.

Herrsching - Seit über einem Jahr wurde Herrsching und die nähere Umgebung von selbsternannten Graffiti-Künstlern heimgesucht. Unzählige Verteilerkästen, Lichtmasten, Gartenzäune, Mauern und Bauwerke wurden mit immer den gleichen Schriftzügen wie „DZR“ oder „1312er“ verunstaltet. Teils mit Spraydosen, zum großen Teil aber auch mit Marker-Stiften wurden sogenannte Tags angebracht. Der Sachschaden beläuft sich mittlerweile im fünfstelligen Bereich, kann aber noch gar nicht genau beziffert werden.

Nach einem ersten Fahndungserfolg bereits im Dezember 2019, als zwei Täter auf frischer Tat festgenommen werden konnten, gelang nun den Beamten der Polizeiinspektion Herrsching der Durchbruch bei der Aufklärungsarbeit. Nachdem ein Ermittlungsrichter vom Tatverdacht gegen zwei Beschuldigte überzeugt war, erließ dieser Durchsuchungsbeschlüsse, die nun kürzlich durch mehrere Beamte der Inspektion gleichzeitig vollzogen wurden. 

Sprayutensilien in Wohnung gefunden

Umfangreiche Sicherstellungen von Sprayerutensilien wie Lackdosen und Markerstiften, sogenannte Blackbooks mit Skizzenvorlagen und Zeichnungen, Computer, Datensticks und Handys erfolgten. Kleidung und Einweghandschuhe, die bei den Tatausführungen getragen wurden, teils noch mit Farbe verschmutzt, wurden aufgefunden. Natürlich wartet auf die Beamten nun noch umfangreiche weitere Ermittlungsarbeit, bis alle Sachbeschädigungen den Tätern zugeordnet werden können, auch sind sicherlich noch nicht alle Taten zur Anzeige gebracht worden. Aber mit dem Wissen, die Täter geschnappt zu haben, fällt diese Arbeit nun um einiges leichter als zuvor. Die Täter, ein 20-jähriger Herrschinger und ein 17-jähriger aus Inning, schweigen bislang zu den Tatvorwürfen.

Von Kreisbote

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