Horst Groß betreut 61 Selbsthilfegruppen des Blauen Kreuzes

Herrschinger mit "Weißem Engel" ausgezeichnet

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Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (rechts) überreicht die Auszeichnung „Weißer Engel“ an Horst Groß aus Herrsching am Ammersee.

Herrsching - Horst Groß ist Vorstand und Betreuer der Selbsthilfegruppe beim Blauen Kreuz, Hilfe für Suchtkranke und Angehörige. Heute wurde er von Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml mit dem Weißen Engel in München ausgezeichnet. 

Sein zeitlicher Einsatz für das Blaue Kreuz entspricht nahezu einer Vollzeitkraft

Groß engagiert sich in herausragender Weise für suchtgefährdete und suchtkranke Menschen sowie für deren Angehörige. Seit 2010 ist er beim Blauen Kreuz ehrenamtlich tätig. Einige Jahre später wurde er Mitglied des Vorstands des Blauen Kreuzes in München. Dort setzt er sich unter anderem für die Öffentlichkeitsarbeit ein und betreut die 61 Selbsthilfegruppen des Vereins. Außerdem leitet er zwei Selbsthilfegruppen für alkoholkranke Menschen in München Schwabing, wo er die Gruppenmitglieder dabei unterstützt, ihren Alltag zu bewältigen. In Absprache mit Ärztinnen und Ärzten nimmt er Kontakt zu weiteren suchtkranken Patientinnen und Patienten auf und zeigt in vertraulichen Gesprächen Wege, wie sie sich von der Abhängigkeitserkrankung befreien können. Sein zeitlicher Einsatz für das Blaue Kreuz entspricht nahezu einer Vollzeitkraft. 

Bayern lebt die Kultur des Ehrenamts

 "Die ehrenamtlich Tätigen sind Vorbilder für gelebte Mitmenschlichkeit. Es sind Menschen, die Verantwortung für andere übernehmen und damit einen Beitrag zur aktiven Bürgergesellschaft leisten. Dieser große ehrenamtliche Einsatz verdient unsere Anerkennung", betonte Huml. Sie fügte hinzu: "Zum Glück gibt es in Bayern viele dieser Menschen – Bayern lebt die Kultur des Ehrenamts."

Fast die Hälfte der bayerischen Bevölkerung engagiert sich für das Gemeinwohl. Der Freistaat ist damit im bundesweiten Vergleich ganz vorne mit dabei." Huml unterstrich: "Bei langer schwerer Krankheit oder Pflegebedürftigkeit eines Familienmitglieds kann die Familie schnell überfordert sein. Auch haben nicht alle Pflegebedürftigen Angehörige oder Angehörige in der näheren Umgebung. Deshalb ist es wichtig, dass wir Menschen haben, die bereit sind, sich um andere zu kümmern." 

Die Auszeichnung "Weißer Engel" wird in jedem Regierungsbezirk verliehen – diesmal in Oberbayern. Die Ausgezeichneten engagieren sich beispielsweise in Selbsthilfegruppen, im Hospizbereich, in der Patientenbetreuung und in der Sterbehilfe oder setzen sich für Demenzpatienten ein.

Von Kreisbote

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