Volleyball-Bundesliga auf Prüfstand

Herrschinger wollen Etaterhöhung durch Gewinnung von 100 neuen Sponsoren

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Wie geht es weiter ? Herrschings Coach und Gesellschafter Max Hauser stellt das Projekt Bundesliga-Volleyball zusammen mit den Club-Verantwortlichen auf den Prüfstand

Herrsching – Gibt es demnächst keinen hochklassigen Volleyball in Herrsching. Diese Frage stellten die Verantwortlichen des Bundesligisten vom Ammersee in der letzten Woche. „Wir stellen das Projekt erste Liga auf den Prüfstand“, erklärte Geschäftsführer Fritz Frömming.

Nach knapp vier Jahren im Volleyball Oberhaus hinterfragen er und die Gesellschafter den weiteren Weg der Herrschinger in der Bundesliga. „Wir stecken sehr viel Arbeit in ein Zukunftskonzept, und in die Vision wie Volleyball Bundesliga in der Region langfristig erfolgreich sein kann - wir haben einen Plan und ein Konzept das funktioniert, doch wir haben auch eine Verantwortung gegenüber allen Beteiligten an diesem Projekt“, ergänzte Frömming. Um diese Erfolgsgeschichte fortführen zu können, müssen seiner Meinung nach dringend Fortschritte gemacht werden. Diese Verbesserungen kosten Geld, das beim aktuellen Jahresetat jedoch fehlt. „Wir haben in intensiven Diskussionen und Arbeitskreisen einen Plan erstellt, und klare Eckpfeiler für den weiteren Weg abgesteckt, die wir mit den Sponsoren und Region erreichen müssen,“ führte Marketingmanager André Bugl aus. Konkret heißt das Gesamtetat um Minimum 30% erhöhen und die Sponsoringeinnahmen auf 500.000 Euro aufzustocken. Hierfür sind als ein Schritt 150.000 Euro Mehreinnahmen notwendig. „Gelingt es uns dies nicht, so sehen wir das Projekt 1.Bundesliga für die Saison 2018/2019 in diesem Maße nicht mehr umsetzbar und werden uns mit einer Alternative beschäftigen müssen“, stellte Bugl klar.

Verfahren wie beim Eintritt in die Bundesliga

Um die Lücke zu füllen und den Etat aufzustocken möchten die Club-Verantwortlichen auch keine Luftschlösser bauen. Statt auf einen Großsponsor setzen die Herrschinger deshalb auf viele kleine Unterstützer. Aus diesem Grund haben sie die Aktion „100 für die Erste Liga“ ins Leben gerufen, bei dem 100 Sponsoren gesucht werden, die den Volleyballverein mit jeweils 1000 Euro unterstützen. „Wir verfahren hier genauso wie damals bei unserer Aktion zum Eintritt in die Bundesliga und werden den Betrag natürlich erst dann einfordern, wenn wir auch in der ersten Bundesliga bleiben“, erklärt Bugl. „Die Region hat jetzt die Chance zu zeigen, ob sie sowas wie Volleyball Bundesliga hier haben möchte, oder nicht“, sagt Gesellschafter und Trainer Max Hauser. In der Liga startet indessen der Endspurt vor den Playoffs. Am heutigen Samstag (19 Uhr, Nikolaushalle) erwarten die Herrschinger den Sechsten, die Volleyball Bisons Bühl, die sie im Falle eines Sieges in der Tabelle überholen könnten.

Von Roland Halmel

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