Grundstückssuche

Herrschings Volleyball Bundesligist stellen Pläne für eigene Event Arena vor

+

Herrsching – Event-Arena, Multifunktionshalle, Tragluftarena – die Volleyballer des TSV Herrsching brauchen dringend eine eigene Spiel- und Trainingsstätte. Am Montagabend stellte die Club-Spitze fertig ausgearbeitete Pläne vor, wie die Arena samt Umfeld aussehen könnte. In nichtöffentlicher Sitzung möchten die Volleyballer mit dem Gemeinderat im April die Grundstücksfrage klären.

Mit viel Temperament und Leidenschaft stellten Fritz Frömming, Max Hauser und Andrè Bugl von der Spielbetriebsgesellschaft einem sichtlich verdutzten Gemeinderat ihre Pläne vor. Gemeinsam mit dem Architekturbüro Sommersberger haben die drei im vergangenen Sommer zwei Varianten für eine Event-Arena in Herrsching ausgearbeitet. „Wir haben in den vergangenen zehn Jahren eine kleine Sportgeschichte geschrieben“, betonte am Montagabend Max Hauser vor dem Gemeinderat und vollbesetzten Besucherrängen. Und die Zeit drängt. Laut Hauser haben die Bundesligisten drei Jahre Zeit, eine eigene Spielstätte auf die Beine zu stellen. Sonst fliege man aus der Bundesliga raus, fasste er knapp zusammen. Ebenso knapp versicherte er, dass die Volleyball-Abteilung, sollten die Pläne nicht in Herrsching verwirklicht werden können, diese an einem anderen Ort umsetzen werde. „Wir machen das aber vor allem, weil wir Herrschinger sind“, legte Hauser nach. Seine eigene Familie lebe bereits seit über 200 Jahre in der Ammerseegemeinde, „wir schieben das hier an, eben weil wir Herrschinger sind“. Eine Event-Arena oder Multifunktionshalle, erläuterte wenig später Andrè Bugl, bei den Volleyballern unter anderem für Public Relations zuständig, sei nur rentabel, wenn sie sich nicht auf den Sport reduziere. „Sie ist für alle Arten von Veranstaltungen offen“, zählte Bugl auf, „für Messen, Konzerte, Parteitage, Meetings“. Für ihn ein „Leuchtturmprojekt“, denn eine gleichwertige Halle gebe es im Landkreis nicht. Rund zwölf Millionen Euro würde eine feste Multifunktionsarena von 70 mal 72 Meter in Stahl-Beton kosten. Vorteil: Diese könnte unterkellert werden, eine Unterteilung in Stockwerke wäre möglich und eine „höherpreisige Vermietung“ wäre möglich. Alternativ und von der Volleyball-Abteilung favorisiert erfüllt dieselbe Funktion auch eine Stahl- oder Holz-Traglufthalle (selbe Größe). Diese ist zu 100 Prozent recycelbar, sie kann leicht wieder abgebaut und eingepackt werden, bei Anbauten sei man deutlich flexibler – und: mit 3,5 bis vier Millionen Euro auch deutlich günstiger. Im Umfeld sollen bis zu 700 Parkplätze entstehen, die von der Gemeinde Herrsching auch als Sammelparkplätze für Touristen ausgewiesen werde könnten. In der Aprilsitzung will die Vereinsspitze mit dem Gemeinderat auf Grundstückssuche gehen, denn für eine Event-Arena benötige man mindestens 14.000 Quadratmeter Fläche. Im Gespräch sind die Grundstücke, die einmal für das Gymnasium vorgesehen war. Und die Volleyballer machen Tempo, nachdem Finanzierung und Trägerkonzept stehen, liegt es jetzt an der Gemeinde, Stellung zu beziehen. „Wir sollten diese Halle bauen, sie bringt Leute nach Herrsching, Geld in die Gemeindekasse und ist gut für Gastronomie und Einzelhandel“, rührte abermals Bugl die Werbetrommel. „Ich würde mich schon wahnsinnig freuen, wenn wir das zustande bekämen – für Herrsching und unsere Region“, fasste Wolfgang Schneider (SPD) die Stimmung im Gemeinderat zusammen. po

Auch interessant

Meistgelesen

Zeugenaufruf: Sexuell motivierter Angriff auf junge Frau in Starnberg
Zeugenaufruf: Sexuell motivierter Angriff auf junge Frau in Starnberg
Die Integrationshilfe Gilching expandiert
Die Integrationshilfe Gilching expandiert
Der Aubach soll wieder natürlich werden
Der Aubach soll wieder natürlich werden
Gilchinger Seniorenbeirat trifft den neuen Heimleiter Thomas Bonato
Gilchinger Seniorenbeirat trifft den neuen Heimleiter Thomas Bonato

Kommentare