Hilfe für bedürftige Bürger

Übergabe der Lebensmittelpakete: (v.l.) Christa Martini, Karen Bauer, Dieter Doch, Margrit Kochendorf, Werner Odemer, Bürgermeister Christian Schiller, Rewe-Marktinhaber Wilhelm Höcker, F.W. Bäder von „Doit“, Anne Damke, Burkhart Siewert, Wolfgang Bäder und Bärbel Höcker (Rewe). Foto: Kirner

Seit drei Jahren kümmert sich die Herrschinger Tafel um bedürftige Bürger. Unterstützt wird die soziale Einrichtung durch Einzelhändler vor Ort, die Lebensmittel spenden. Erfolgreich war außerdem die Rewe-Aktion „Kauf eins mehr für die Tafeln“. Kaffee, Speiseöl, Nudeln, Mehl und Zucker unter dem Weihnachtsbaum.

Das erinnert an die Nachkriegszeit, als Grundnahrungsmittel knapp waren. Lebensmittelknappheit mitten im Wirtschaftsaufschwung. „Nicht alle Menschen haben ihr täglich Brot. Und doch gibt es bei uns Lebensmittel im Überfluss“, weiß Karen Bauer, die Gründerin der Herrschinger Tafel. „Alleine in Herrsching leben rund 400 Menschen unter dem Existenzminimum.“ Nur gut ein Viertel nimmt jedoch das Angebot in Anspruch. Laut Bauer tun sich besonders Rentner oft schwer, ihre finanzielle Not offen zu zeigen. Bärbel und Wilhelm Höcker, Inhaber des Herrschinger Rewe-Markts, engagieren sich seit Jahren für Menschen in Not, unter anderem durch Lebensmittelspenden. „Wir unterstützen das Projekt seit es vor drei Jahren ins Leben gerufen worden ist“, betont Bärbel Höcker. Innerhalb der Aktion „Kauf eins mehr für die Tafeln“ können die Kunden um die Weihnachtszeit für fünf Euro eine Tüte mit haltbaren Artikeln oder einzelne Produkte kaufen und zugunsten der Tafel spenden. Die Spenden werden in einer „Aktionsbox“ gesammelt und an die Bedürftigen verteilt. Im Zuge dieser Aktion übergaben das Ehepaar Höcker im Beisein von Bürgermeister Christian Schiller mehr als 200 Lebensmittelpakete. Für die Lagerung und das Austeilen der Spenden stellt die Gemeinde kostenlos einen Raum zur Verfügung. Die Lebens- und Genussmittel, die von Bäckereien, Molkereien, Supermärkte, der Evangelische Kirche und Obst- und Gemüseläden aus der Umgebung gespendet werden, stehen entweder kurz vor dem Verfallsdatum, wurden zu viel produziert oder haben kleine Schönheitsfehler, erklärt Bauer. Normalerweise werden sie vernichtet, obwohl sie einwandfrei und auch nicht gesundheitsschädlich sind. Viel zu schade also, um im Müll zu landen. Zu finden ist die Herrschinger Tafel an der Bahnhofstraße 38 im „Haus der Insel“. Ausgabe ist immer mittwochs in der Zeit von 14 bis 15 Uhr. Mit einer Ausnahme noch in diesem Jahr: Am 29. Dezember bleibt die Tafel geschlossen. Bedürftige müssen einen Nachweis bringen, dann erhalten sie die Berechtigung immer zu kommen. Weitere Informationen und Spendenkonto im Internet unter www.initiative-doit.de.

Meistgelesen

Krailling: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall
Krailling: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall
Starnberg: Allerletzte Chance für notorischen Ohne-Führerschein-Fahrer
Starnberg: Allerletzte Chance für notorischen Ohne-Führerschein-Fahrer
Geflügelpest ist bayernweit rückläufig
Geflügelpest ist bayernweit rückläufig
Weltwassertag: AWA will Missstände aufzeigen
Weltwassertag: AWA will Missstände aufzeigen

Kommentare