Der Weg aus der Krise

Hilfe für örtliche Unternehmen: Füracker appelliert Soforthilfen auch weiterhin zu beantragen

PantherMedia 10721879
+
Steuerliche Erleichterungen sollen Unternehmen und Bürger im Landkreis helfen gut durch die Corona-Krise zu kommen.

Landkreis – Unlängst forderte der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, dass die steuerlichen Verlustrückträge von Unternehmen bis ins Jahr 2017 ausgeweitet und dazu auch noch die Verrechnungserträge deutlich angehoben werden sollen. Diese Ankündigung freute nicht nur Firmen im Landkreis Starnberg, sondern stieß auch in der bayerischen Industrie-und Handelskammer auf wohlwollende Zustimmung. Anfang der Woche zog dann auch noch der bayerische Finanzminister Albert Füracker mit einem Appell nach. Er rief Bürger und Unternehmer im Freistaat auf, die steuerlichen Corona-Hilfsmaßnahmen, welche zur finanziellen Entlastung erdacht wurden, in Bedarfsfällen auch weiterhin zu beantragen.

„Steuerliche Erleichterungen runden die bereits ergriffenen Corona-Hilfsmaßnahmen sinnvoll ab. Sie werden den Wirtschaftsstandort Bayern bei der Rückkehr zur alten Stärke unterstützen. 

Gleichzeitig wird es uns mit einer niedrigeren Unternehmensteuer gelingen, unsere Wirtschaft im internationalen Standortwettbewerb nicht nur zukunftsfähig und krisensicherer aufzustellen, sondern erst unter dieser Voraussetzung können wir verstärkt innovative Firmen und Branchen ansiedeln“, freut sich Eberhard Sasse, Präsident des Bayerischen Industrie-und Handelskammertages (BIHK). Allerdings mahnt Sasse, der auch Präsident der IHK für München und Oberbayern ist, dass die jetzige Corona-Krise auch als Chance genützt werden müsse, um die Digitalisierung und den technologischen Ausbau im Freistaat voranzutreiben. „Wir müssen endlich die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sich technologischer Fortschritt und moderne Geschäftsmodelle auch künftig in Bayern zu Hause fühlen. Nur so bleibt der Wirtschaftsstandort Bayern Weltspitze.“ 

Am vergangenen Dienstag veröffentlichte das Bayerische Finanzministerium eine Pressemitteilung, in welcher Finanzminister Füracker Bilanz über die bisher ergriffenen Sofortmaßnahmen zog und zugleich auch Unternehmen und Bürgern die Fortdauer der finanziellen Hilfsmaßnahmen in Aussicht stellte: „Schnelle und unbürokratische Hilfen für unmittelbar Betroffene sind nach wie vor das Gebot der Stunde. Dies gilt auch für den Bereich der Steuern. Betroffene können sich wegen der für sie im Einzelfall in Betracht kommenden Hilfsmaßnahmen umgehend mit ihrem zuständigen Finanzamt in Verbindung setzen“.

Lobende Worte fand Finanzminister Füracker für die von der Staatsregierung und seinem Ministerium erteilten Maßnahmen, um die bayerische Wirtschaft in Zeiten von „Corona“ weiterhin auf Trab zu halten. „Die Auswirkungen der Corona-Pandemie stellen Staat und Gesellschaft vor große Herausforderungen. Der Freistaat hat schnell reagiert und zahlreiche steuerliche Sofortmaßnahmen ergriffen. Insgesamt 7,5 Milliarden Euro an steuerlichen Erleichterungen wurden bislang genehmigt. Unsere steuerlichen Sofortmaßnahmen sind die schnellste und effektivste Hilfe. Sie zeigen sofort Wirkung, da die Liquidität direkt bei den Unternehmen und den Bürgern bleibt. 

Seit Beginn der Pandemie wurden dazu rund 341.000 Anträge bearbeitet“, sagt Füracker. Erfreut zeigt sich der Minister auch über die umfangreiche Inanspruchnahme der Hilfen durch Betriebe und Bürger. „Unsere Hilfen werden offensichtlich sehr gut angenommen. Die größten Anteile entfallen dabei auf die Herabsetzung der Einkommensteuer- und Körperschaftsteuervorauszahlungen mit einem Volumen von 2,9 Mrd. Euro, die Minderung der Umsatzsteuersondervorauszahlungen mit einem Volumen von 1,2 Mrd. Euro sowie die Stundung der Einkommensteuer, Körperschaft- und Umsatzsteuer mit einem Volumen von rund 3,1 Mrd. Euro“.

Von Kreisbote

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Die Maskenpflicht im Landkreis kommt: Tücher und Schals sind auch erlaubt
Die Maskenpflicht im Landkreis kommt: Tücher und Schals sind auch erlaubt
Schule am Meilinger Weg: Teppichboden endgültig vom Tisch
Schule am Meilinger Weg: Teppichboden endgültig vom Tisch
"Petra Polis" soll Neubauten weichen
"Petra Polis" soll Neubauten weichen

Kommentare