Bei Bedarf sind Sperrungen möglich

Hinfälliger Beschluss: Gemeinde Weßling weist öffentliche Plätze aus

Weßlinger See
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Auch auf dem Eis ist ein öffentlicher Platz – und kann bei Bedarf in Zukunft mit einem Betretungsverbot belegt werden.
  • vonFlorian Ladurner
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Weßling -  Einstimmig segnete der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die öffentlichen Plätze in der Kommune ab. Fortan könnten in diesen Bereichen etwa Alkohol- beziehungsweise Versammlungsverbote durchgesetzt werden.

Um entsprechende Bestimmungen etwa im Rahmen von Maßnahmen wie der Corona-Schutzbestimmungen zu erlassen, müssten die öffentlichen Plätze erst definiert werden, betonte Bürgermeister Michael Sturm. Bereits im Dezember hatte sich das Gremium angesichts möglicher wilder Silvesterpartys mit einem Böllerverbot rund um den Weßlinger See befasst, damit sich während der Pandemie keine Menschenmengen zusammenrotten. Ein Beschluss wurde hinfällig, nachdem die Regierung ein entsprechendes Verbot ausgesprochen hatte – woraufhin der Bayerische Verwaltungsgerichtshof das Alkoholverbot im öffentlichen Raum Ende Januar kippte. Die Verantwortung schob Berlin daraufhin auf die Kommunen ab und die Definition der öffentlichen Plätze landete wieder auf der Tagesordnung. „Damit wir, wenn es notwendig ist, schnell reagieren können“, erklärte Sturm.

Einfach gesagt gehören alle Bereiche außerhalb privater Flächen zum öffentlichen Raum. Diese trugen die Fraktionen zusammen und erstellten eine lange Liste der Plätze, die dem Gremium jetzt vorlag. Konkret entschieden sich die Räte für den Weßlinger See einschließlich aller Grünflächen, insbesondere dem Erholungsstrand am Ostufer, der öffentlichen Badestege sowie der Anlageflächen. Das beinhalte auch die Eisfläche, bestätigte Sturm die Rückfrage von Claus Ebbinghaus (SPD) in Anbetracht des jüngsten Andrangs auf dem zugefrorenen See. Des Weiteren zählen dazu gemeindliche Spielplätze, der Skaterplatz an der Weßlinger Sporthalle, die Tennisplätze und alle gemeindlichen Waldflächen. Schulen, Kindergärten und Hort, die Freizeitheime, die Friedhöfe, der Bahnhofsplatz, die Gemeindegalerie und die Straßen gehören ebenso zu den öffentlichen Plätzen. Geprüft werden muss noch, ob die Feuerwehrhäuser mit aufgenommen werden und der Sportplatz am Steinebacher Weg, der teilweiser in privater Hand ist.

 Michèle Kirner

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