"Historischer Augenblick"

30 Ja-Stimmen für STAgenda-Konzept aus dem Starnberger Stadtrat

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Die Arbeit hat sich gelohnt. Die STAgenda freut sich über das positive Ergebnis, v.li.: Irmgard Franken, Helm Andreas Heigl, Andrea Schmölzer und Helmut Rauscher.

Landkreis – In seltener Einigkeit brachte der Starnberger Stadtrat in seiner Sitzung am Montag um 22 Uhr das „Lebendige Starnberg“, das neues Verkehrskonzept für mehr Lebensqualität in der Stadt (STAgenda) auf den Weg. Die zahlreichen anwesenden Starnberger atmen spürbar auf. Es zeichnet sich laut Helm Andreas Heighl nun eine neue Epoche ab.

Nach der Vorstellung des Zukunftskonzepts durch die STAgenda-Aktiven Irmgard Franken und Helm Andreas Heigl, waren die Stadträte voll des Lobes für diesen ‚Meilenstein’ in der Stadtgeschichte. Tim Weidner lobte „so machen wir Starnberg fit für die Zukunft“. Klaus Huber stellte fest „hier spricht die Generation Zukunft“. Franz Heidinger freut sich „auf die neuen Möglichkeiten für Radler auf Radler-Hauptstrassen durch die Stadt zu kommen“. Winfried Wobbe aus Percha will nun „einen weiteren Anlauf bei der Autobahndirektion unternehmen, sich diese Gedanken zu eigen zu machen“. Otto Gassner hält Starnberg nun für bereit, den „Durchgangsverkehr durch eine deutliche Umgestaltung Haupt- der Hanfelder und Andechser Strasse von der Stadt abzuhalten“ und „freut sich auf den neuen Stadtplatz am Seebahnhof“. Patrick Janik sieht bei sich mit einem Strahlen „100 % Zustimmung zu dem Gesamtkonzept“, und bedauert die „zurückliegenden Dispute über Einzellösungen, wie den Einbahnvorschlägen, die im Gesamtzusammenhang doch sehr viel Sinn machen würden“. Markus Mooser lobt: „vieles haben auch die Stadträte schon vorgeschlagen, jetzt ist der Zeitpunkt mit der Umsetzung zu beginnen!“. 

Christiane Falk fordert: „Das Staatliche Bauamt soll seine Planungen und Ausschreibungen so ausgestalten, dass auch die STAgenda-Lösungen kostenneutral verwirklicht werden können“. Das wären zum Beispiel die Beibehaltung der vier Autospuren am Nordportal, statt einer geplanten Aufblähung auf sieben Spuren, und der Wendekreisel am Südportal zum Anschluss der südlichen Wohngebiete. Die CSU stimmt nach einigem Zögern zu, dass die weiteren Planungen in einem Arbeitskreis von Stadt, Staat und STAgenda am besten aufgehoben wären. „Das ist der richtige Rahmen“, kommentiert Irmgard Franken „denn es geht schließlich um unsere Stadt und die Stadt-Planung kann man nicht an das staatliche Bauamt delegieren“.

30 Ja-Stimmen für das STAgenda-Konzept
Gerd Weger sieht viele Vorteile für die Geschäftswelt und dankt Rauscher persönlich für sein Lebenswerk. Viel Lob gab es auch von Josef Pfister, und schließlich machte sich Iris Ziebart Gedanken über die Nachhaltigkeit von Bauinvestitionen: „Das, was wir heute gesehen haben, kann Starnberg 100 Jahre lang gut tun – und wäre übrigens auch mit jeder B2-Alternative umsetzbar.“ Am Ende der Wortäusserungen rief die Bürgermeisterin Eva John zur Abstimmung, der Saal in dem jeder Besucherplatz besetzt ist, hält kurz den Atem an, dann die Sensation: 30 Ja-Stimmen für das STAgenda-Konzept, plus die der Bürgermeisterin. Keine Gegenstimme. Das ‚Lebendige Starnberg“ wurde einstimmig angenommen.

Umsetzung in den nächsten Jahren

Sichtlich bewegt erklärt Frau Neugebauer, „Wir haben einen historischen Augenblick erlebt“. Bewegt waren auch die Initiatoren von der STAagenda, die, wie das Mitglied Helmut Rauscher, zum Teil bereits ein halbes Leben an Ideen für mehr Lebensqualität in Starnberg tüftelten. Oder Andrea Schmölzer, die große Moderatorin des „Stadt-Radelns“, die heute schon mit Aktionen wie ‚Starnberg macht Platz’ vormacht, was in Zukunft der Standard sein kann: Ein Gemeinschaftsgefühl und Genuss auf den Starnberger Plätzen und Strassen für alle Starnberger. Die Zukunft verkörperten Christina und Deniz, Schülersprecher der Mittelschule Starnberg, die zum Thema Schulwegsicherheit eine Projektgruppe gegründet haben und einen besonderen Applaus des Stadtrats erhielten. „Nun freuen wir uns auf die Umsetzung der Ideen in den nächsten Jahren“, sagte Heigl.

Von Kreisbote

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