Für "zu hoch" befunden

Das geplante Geschäftshaus mit Büros und Gastronomie auf dem Areal des ehemaligen Strandclubs in Percha lässt auf sich warten. Foto: Jaksch

Starnberg/Percha – Mit dem geplanten Bau eines neuen Geschäftshauses auf dem Areal des abgebrannten „Strandclubs“ in Percha wird es erst einmal nichts. „Zu hoch“ fand eine knappe Mehrheit des Starnberger Bauausschusses und lehnte das Vorhaben mit teils vier Geschoßen in seiner jüngsten Sitzung ab.

Eigentlich ist die Brandruine am Ortseingang von Starnberg sowohl Anwohnern als auch Stadträten schon lange ein Dorn im Auge. Das ehemalige Squash-Center ist bereits seit Jahren verwaist. Doch was dort nun geplant ist, gefiel der Mehrheit der Stadträte deswegen auch nicht gleich um so besser: Auf dem Gelände soll ein teilweise viergeschoßiges Geschäftshaus mit Büros und Gastronomie entstehen. Für das Bauamt Starnberg kein Problem: Die architektonische Ausgestaltung führe zu einer leichten und durchlässigen Wirkung des oberen Gebäuderiegels, heißt es in der Stellungnahme. Da die obersten beiden Geschoße nur auf einem Teil des Gebäudes geplant seien und die Konstruktion aus Holz und Glas bestehe, wirke das Ganze nicht so massig. Das sah die Mehrheit der Stadträte anders. Irritiert zeigten sie sich auch, dass auf dem gegenüber geplanten zweigeschossigen Parkdeck an der Autobahn (80 Meter lang und vier Meter hoch), ein Winterquartier für Schiffe im „Obergeschoß“ angedacht ist. Eigentlich befürwortet die Stadt eine neue Parkanlage an dieser Stelle, um Ausflüglern und Badegästen zusätzliche Stellplätze zur Verfügung stellen zu können – und so das Zuparken der umliegenden engen Wohnstraßen zu verhindern. Aber eingepackte Schiffe auf Trailern gut sichtbar für alle im „ersten Stock“ am Entree von Starnberg – das war für die meisten keine Bereicherung. Da nützten auch Gegenargumente nichts, dass Schiffe und Boote doch zum Ortsbild von Starnberg dazu gehörten. Mit 7:6 Stimmen lehnte der Bauausschuss den Entwurf ebenso ab wie den für das Geschäftshaus. Nun muss noch einmal umgeplant werden.

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