Rekordwert

Bayerische Unis: Über 400.000 Studenten starten ins neue Wintersemester

Hörsaal Universität
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Im aktuellen Wintersemester gelten für die mehr als 400.000 inskribierten Studenten an bayerischen Hochschulen umfangreiche Corona-Schutzmaßnahmen (Symbolbild).

Von „einem neuen Rekord“ sprach Wissenschaftsminister Bernd Sibler zu Wochenbeginn als er die studentischen Einschreibungen an den bayerischen Hochschulen bekannt gab. Der Minister gab überdies einen Einblick über die neuen Rahmenbedingungen an den Universitäten, die aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie überarbeitet wurden. Zum ersten Mal liegt die Zahl der Studentinnen und Studenten an bayerischen Hochschulen über 400.000. 

Für das Wintersemester 2020/2021, das an den bayerischen Universitäten offiziell am 2. November beginnt, haben sich laut den aktuellen Schnellmeldezahlen insgesamt rund 403.000 junge Menschen eingeschrieben, darunter auch etliche Studenten aus dem Landkreis und der umliegenden Region. 

Die Universitäten und Hochschulen hätten das neue Semester unter veränderten Bedingungen akribisch vorbereitet und könnten dabei auf die Erfahrungen des erfolgreichen digitalen Sommersemesters zurückgreifen, erklärte Wissenschaftsminister Sibler. „Bayernweit rechne ich insgesamt mit einem vor Ort klug entwickeltem Verhältnis von Präsenz- und Online-Lehre. Vor allem am Beginn und am Ende des Studiums werden mehr Veranstaltungen vor Ort eingeplant, in der Mitte mehr Online-Lehre“, so Sibler weiter. Der genaue Anteil hängt von den fachlichen Schwerpunkten und den räumlichen Gegebenheiten der einzelnen Einrichtungen ab. Vorrang bei den Planungen der Lehre vor Ort hätten die Erstsemester sowie die Studenten in der Abschlussphase ihres Studiums. Für diese sei der persönliche Austausch besonders wichtig, betonte er.

Auch praktische Veranstaltungen mit Laborbetrieb oder Projektarbeiten beziehungsweise Veranstaltungen mit künstlerisch-musischen Charakter werden prioritär behandelt. „Gerade die Lehre vor Ort ist mir wichtig, denn wir alle wollen wieder mehr Miteinander und mehr Diskurs im persönlichen Austausch. Gleichzeitig muss der Schutz der Gesundheit gerade mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen an oberster Stelle stehen“, so Sibler. Er bat die gesamte Hochschulfamilie darum, bei persönlichen Begegnungen besonders umsichtig und vorsichtig zu sein. Für die Lehrveranstaltungen im Wintersemester gilt ein verbindlicher Rahmen: Maximal 200 Personen dürfen eine Präsenz-Lehrveranstaltung besuchen. Zur Nachverfolgung von Infektionsketten durch die Gesundheitsämter müssen die Daten aller Teilnehmer jeder Präsenzlehrveranstaltung dokumentiert werden. Der Mindestabstand von 1,5 Metern muss bei den Lehrveranstaltungen stets eingehalten werden. Wo der Mindestabstand zum Beispiel in Verkehrs- und Begegnungsbereichen innerhalb der Hochschulgebäude nicht zuverlässig eingehalten werden kann, muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Im Fall einer Überschreitung der 7-Tages-Inzidenz-Grenze von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im jeweiligen Landkreis oder in der jeweiligen kreisfreien Stadt gilt eine Maskenpflicht bei Präsenzveranstaltungen auch am Platz. Maßgeblich ist die Bekanntgabe des betroffenen Landkreises beziehungsweise der betroffenen kreisfreien Stadt, in der sich die jeweiligen Hochschulräumlichkeiten befinden.

Studiengänge wie Luft- und Raumfahrtinformatik, Biotechnologie oder Religious Literacy. Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Nachhaltigkeit abzubilden, zeichnet sich auch als Trend bei allen rund 50 Studiengängen ab, die an den bayerischen Hochschulen insgesamt zum Wintersemester starten. Aber auch neue geisteswissenschaftliche Studiengänge werden angeboten. „Diese Breite macht deutlich: Wir kümmern uns um die drängenden Zukunftsthemen und neue Technologien – wie beispielsweise die Frage nach nachhaltigem Umgang mit unseren Ressourcen und dem Einsatz von Robotik – ebenso wie um scheinbare Nischenthemen, die aber für unsere Gesellschaft ebenfalls von großem Wert sind“, so Bernd Sibler. Er betonte, dass der Ausbau von Forschung und Lehre über die Hightech Agenda Plus beschleunigt werde. So könnten schneller zusätzliche Stellen ausgeschrieben oder schon besetzt werden, die eigentlich erst für die kommenden Jahre vorgesehen waren.

An den Universitäten beginnt die Vorlesungszeit im Wintersemester 2020/21 am 2. November und endet am 26. Februar. Sie folgen den Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen, die bereits am 1. Oktober mit den Vorlesungen gestartet haben und diese am 25. Januar beenden. Die Universitäten können den Vorlesungszeitraum um bis zu zwei Wochen verkürzen, wenn der vorgesehene Unterrichtsstoff studierbar angeboten wird, die Hochschulen für angewandte Wissenschaften um vier Wochen. Für die höheren Fachsemester in Humanmedizin, Molekularer Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie konnte die einzelne Universität beschließen, dass die Vorlesungszeit vom 12. Oktober bis zum 5. Februar dauert. Aufgrund der veränderten Vorlesungszeiten in diesem Sommersemester hatten sich die Vorlesungszeiten in diesem Wintersemester teilweise verschoben.

Kreisbote

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