Hospiz- und Palliativwirken

Symbolische Grundsteinlegung

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Tutzing – Ein Zufluchtsort für schwerkranke Menschen in kritischen Therapiephasen sowie am Ende ihres Lebens, an dem sie Schmerzlinderung und Geborgenheit erfahren:

Mit dem innovativen Modell „Refugium Beringer Park-Tutzing“ beschreitet die vor drei Jahren gegründete gemeinnützige GmbH für Hospiz- und Palliativwirken neue Wege der hochwertigen, ambulanten Versorgung von unheilbar kranken Menschen und schließt die Lücke zwischen einem stationären Hospiz und der Palliativmedizin in einem Krankenhaus. Mit der symbolischen Grundsteinlegung ist das Gästehaus-Projekt seiner Realisierung ein gutes Stück näher gekommen. Obwohl die Baugenehmigung für den Neubau auf dem rund 6.000 Quadratmeter großen Gelände des Beringerheims noch nicht vorliegt, steht der Realisierung wohl nichts mehr im Wege. Der Bebauungsplan ist jedenfalls fertig und bis spätestens Frühjahr 2014 soll mit den Baumaßnahmen begonnen werden. „Wir feiern einen Meilenstein“, freute sich Bernrieds Bürgermeister und geschäftsführender Gesellschafter Josef Steigenberger bei der Grundsteinlegung, zu der zahlreiche Gäste gekommen waren. Angesichts des nahenden Winters habe man nicht auf die Baugenehmigung warten wollen, so Steigenberger. An die Adresse von Landrat Karl Roth gerichtet, erklärte der Bernrieder Bürgermeister, dass er keine Sorge habe, dass die Kreisbehörde das Vorhaben genehmigen werde. Spätestens in einem Jahr soll das Bauvorhaben bezugsfertig sein, um Menschen in Notsituationen unterstützen zu können. Das 1845 erbaute Beringerheim unweit des Tutzinger Bahnhofs befand sich im Besitz des Bayerischen Verkehrsbeamtenvereins und diente bis 2009 als Erholungsheim für Bahn- und Postbedienstete. Nachdem der Hospizverein Pfaffenwinkel, dem das Gelände zum Kauf angeboten war, abgelehnt hatte, weil die Mehrheit seiner Mitglieder eine Konkurrenz zum Pollinger Hospiz fürchteten, entschlossen sich die Befürworter zum Kauf des Areals. Dafür gründeten sie eine gemeinnützige GmbH. In der alten Villa hat bereits die Pflegeakademie ihren Betrieb aufgenommen. In dem Neubau mit einer Gesamtfläche von 1.600 Quadratmetern sind zwölf barrierefreie Appartements für die Patienten sowie Versorgungs- und Therapieräume geplant. Angehörige können in den gut 30 Quadratmeter großen Patientenzimmern mit übernachten. Damit die Preise für jeden erschwinglich sind, sollen die Kosten für Unterbringung und Verpflegung niedrig kalkuliert sein. aj

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