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Goldene Zeiten der Landwirtschaft seien vorbei

MdL Hubert Aiwanger beim Kreisbauerntag in Gilching

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Am Kreisbauerntag sprach Hubert Aiwanger und kündigte Bedenken gegen das Volksbegehren Artenvielfalt an.

Gilching – Als der Kreisbauerntag tagte, hatten bereits etwa 160.000 Bürger in Bayern für das Volksbegehren Artenvielfalt unterschrieben. Starnbergs Kreisverband des Bayerischen Bauernverbandes schlug am Samstag Alarm und forderte die Bürger auf, nicht zu unterschreiben. Prominente Unterstützung bekamen sie von Hubert Aiwanger, der in seiner Rede im Gasthof Widmann von "eiskalter Enteignung" sprach.

Anschaulich zeigte Bayerns stellvertretender Ministerpräsident den rund 200 Zuschauern die Konsequenzen des Volksbegehrens auf. Mit Szenarien wie dem Wegfall der Fördergelder für ökologisches Arbeiten, sobald beispielsweise der Verzicht auf Chemikalien gesetzlich vorgeschrieben sei. Finanzieren könnten das nur die Großen. "Die Agrar-GmbHs und Investmentgesellschaften kommen, die kleinen Bauern verschwinden." Die Lösung: Mehr Fördermittel für ökologische Landwirtschaft aus Steuergeldern sowie höhere Lebensmittelpreise. Den Verbraucher mit in die Pflicht genommen also. Landrat Karl Roth sah das genauso: "Landwirte alleine werden die Erde nicht retten. Dazu gehören alle." Kreisbauernobmann Georg Zankl empfand das Volksbegehren als einseitigen Angriff gegen die Landwirte - und Kreisbäuerin Anita Painhofer ermahnte: "Mit der Unterschrift ist keine Biene gerettet." Die kritischen Stimmen im Saal waren eindeutig in der Mehrzahl. "Unsere bäuerliche Landwirtschaft sagt Ja zu den Bienen, Ja zum vertraglichen Arten- und Naturschutz, aber Nein zum Volksbegehen", stand auf den ausgelegten Informationsblättern. 

"Wir brauchen einen vernünftigen Kompromiss"

Und in Signalrot "Stoppt Bauernbashing!" An den langen Tischen saßen Bürgermeister, Abt Dr. Johannes Eckart und Kommunalpolitiker sowie Landratsvize Georg Scheitz. Gilchings Bürgermeister Manfred Walter lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Bauernverband. Stefan Frey, der 2020 für die CSU als Landratskandidat antreten könnte, forderte die Politik auf, aktiv zu werden und das Bürgerbegehren nicht einfach laufen zu lassen. "Wir brauchen einen vernünftigen Kompromiss." Bayerns Politik mache viele Vorschläge, versicherte Aiwanger und betonte, dass auch Privatgärtner Vorgaben bekommen sollten. Georg Zerhoch, CSU-Gemeinderat aus Frieding, meldete sich und schlug eine Lebensmittelampel für importierte Ware vor. Regional grün, importierte aus China und Co. rot. Zankl nahm den hohen Besuch zum Anlass, die neu geregelte Grundsteuer und die Erbschaftssteuer zu kritisieren. Beides treffe die Landwirte. "Erbschaftssteuer ist ein Riesenproblem für die Bauern. Wir müssen die Grundstücke auch vererben können, ohne dass man gleich was verkaufen muss." Er sei für die Abschaffung der Erbschaftssteuer, unterstützte ihn Aiwanger. Die Grundsteuer müsste auf Gemeindeebene geprüft werden.

"Zu Tode kontrolliert" 

Michael Muther hatte ganz andere Sorgen. Weßlings Bürgermeister trieb das Bürokratiemonster um, das den Gemeinden zu schaffen mache. "Wir bekommen 80 Euro pro Kind für die Digitalisierung in den Schulen." Und den Auftrag dafür müssten sie ausschreiben. "Dieser Kontrollwahn muss zurückgeschraubt werden." Aiwanger war seiner Meinung: In Deutschland würden Bauern, Gemeinden und Gewerbetreibende "zu Tode kontrolliert". Er stehe für Kontrollen mit Augenmaß. Die goldenen Zeiten der Landwirtschaft seien vorbei, sagte Aiwanger am Anfang seiner Rede. Wenig Lohn für viel Arbeit. Allen Widrigkeiten zum Trotz gibt es immer noch junge Landwirte, die sich dem Beruf verschreiben. Beispielsweise Benedikt Wagner aus Hadorf und Julia Galloth aus Berg. Beide wurden geehrt, weil sie den Landwirtschaftsmeister abgeschlossen haben – und beide beteuerten, dass sie eines Tages den elterlichen Hof übernehmen würden.

Von Michele Kirner

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