Hürden beim Standort Maxhof-West

Bei der Bürgerversammlung gab es für Rathauschef Rainer Schnitzler von den Maisingern Kritik wegen dem geplanten Handwerker- und Gewerbehof am Standort Maxhof-West. Foto: Jaksch

Wann die Gemeinde Pöcking einen Handwerker- und Gewerbehof bekommt, ist derzeit weiterhin offen. Eigentlich will der Gemeinderat - nach der Untersuchung von insgesamt 13 Standorten – die Variante Maxhof-West in unmittelbarer Nähe der Kaserne weiter verfolgen und ins konkrete Bebauungsverfahren gehen. Doch davon sind viele Maisinger ganz und gar nicht begeistert – wie auf der Bürgerversammlung vor kurzem zu hören war.

Neben der Zerstörung des Landschaftsschutzgebietes befürchten sie eine Zunahme des Verkehrs in ihrem idyllischen Ortsteil sowie die Versiegelung wertvoller Flächen. „Uns ist bewusst, dass viele Maisinger Bedenken gegen das Gebiet haben, das wurde durch die 127 Unterschriften eindrucksvoll bestätigt“, erklärte Bürgermeister Rainer Schnitzler vor den über 400 Zuhörern auf der Bürgerversammlung. Die Aufgabe der Gemeinde sei es nun, die vorgebrachten Bedenken sorgfältig abzuwägen und soweit möglich Lösungen zu finden. Für den Standort Maxhof-West spricht laut Rathauschef, dass die Erschließung mit Wasser, Schmutzwasserkanal sowie Regenwasserableitung sehr gut, die Straßenerschließung ohne Ortsdurchfahrten über die Kaserne zur Maxhofstraße und zur B2 möglich sei und sich alle benötigten Grundstücke nun im Besitz der Gemeinde befinden würden. Eine wichtige Voraussetzung: Denn der eigentlich von der Landesplanung favorisierter Standort Pöcking-Nord scheiterte gerade deswegen, weil eine Einigung mit den insgesamt zehn verschiedenen Eigentümern derzeit nicht möglich ist. Folge: Der Standort ist in absehbarer Zeit nicht zu realisieren. Aber auch beim nun ausgewählten Standort Maxhof-West gilt es einige Hürden zu überwinden. „Die Anbindung zur Kaserne sowie die jeweiligen Synergien müssen gut begründet sein“, so Schnitzler. Trotzdem sehe er reelle Chancen, dass der Standort genehmigt werde. Er betonte noch einmal, dass das nun ins Auge gefasste Areal Einschränkungen unterliege: „Es ist nicht für sämtliches Gewerbe geeignet“, sagte der Rathauschef. Ungeeignetes Gewerbe wie beispielsweise Logistik-Unternehmen, großflächiger Einzelhandel wie OBI oder Tankstellen müssten im Bebauungsplan von vorne herein ausgeschlossen werden. Eine Steuerungsmöglichkeit, welches Gewerbe sich dort ansiedeln darf, hat die Gemeinde auch privatrechtlich, weil sie Grundstückseigentümerin ist. Im übrigen verwies der Rathauchef auf den Gemeinderatsbeschluss, nach dem sowohl Eingrünung – Architektur und Gestaltung der Gebäude sowie die Art der Firmen dem Ort- und Landschaftsbild angepasst sein müssten. Mehr als zehn Pöckinger Unternehmen hatten sich an die Gemeinde mit der Bitte gewandt, dringend Flächen für gewerbliche Flächen bereit zu stellen, In der Mehrzahl handelt es sich um Handwerksbetrieb, die an ihrem jetzigen Standort keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr haben beziehungsweise aufgrund der Nähe zur Wohnbebauung Konflikte erwarten. Daraufhin hatte die Gemeinde zur professionellen Standortsuche das Weßlinger Stadtplanungs- und Landschaftsarchitekturbüro Valentien und Valentien mit einer Standortanalyse beauftragt.

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