Kaum chronische Bronchitis 

Im Landkreis Starnberg sind die wenigsten Menschen an der Lungenkrankheit COPD erkrankt 

Der Landkreis Starnberg schneidet besonders gut ab
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Der Landkreis Starnberg schneidet besonders gut ab

Landkreis – Von den über 40-Jährigen im Landkreis Starnberg hatten 4,8 % im Jahr 2019 eine vom Arzt diagnostizierte COPD-Erkrankung – und lagen damit weit unter dem bayerischen Durchschnitt von 6,2 %. Bayernweit gibt es große Unterschiede zwischen den Regionen, was die Zahl der betroffenen Patienten angeht: Das Spektrum reicht von besagten 4,8 % der über 40-Jährigen im Landkreis Starnberg bis zu 9,8 % in der Stadt Hof.

„Das zeigt der neue Gesundheitsatlas Bayern des Wissenschaftlichen Instituts der AOK“, so Maximilian Georg, zuständiger Direktor bei der AOK in Starnberg. Dieser Atlas bildet die Häufigkeit von COPD bei den über 40-Jährigen für alle 96 bayerischen Kreise und kreisfreien Städte ab.

Das Kürzel COPD kommt aus dem Englischen von „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“. COPD ist eine chronische Bronchitis, bei der zusätzlich die Atemwege verengt sind, mit Tendenz zu kontinuierlicher Verschlechterung. Die Symptome der COPD sind Husten, Auswurf und Atemnot. Bei Menschen unter 40 Jahren kommt COPD praktisch nicht vor.

Bayern weist deutlich weniger COPD-Patienten auf als der bundesweite Durchschnitt von 7,1 %. Unter den Regierungsbezirken hat Mittelfranken mit 7,5 % die meisten COPD-Patienten. „Wir in Oberbayern haben mit 5,5 % die wenigsten“, freut sich Maximilian Georg.

In Großstädten ist der Anteil an COPD-Erkrankungen tendenziell höher als in ländlichen Regionen. „Das ist wohl auf die höhere Luftverschmutzung, insbesondere die Feinstaubbelastung, in den größeren Städten zurückzuführen“, so Georg. Im Vergleich der deutschen Großstädte schneiden Regensburg (5,6 %), Ingolstadt (5,7 %) und München (5,8 %) gut ab. Nürnberg und Fürth liegen dagegen mit 8,1 bzw. 9,0 % COPD-Patienten bundesweit gesehen im oberen Mittelfeld.

Insgesamt leben in Bayern 453.000 Menschen mit einer COPD. In der Krankheitshäufigkeit zeigen sich Unterschiede nach Alter und Geschlecht. „Die Häufigkeit steigt mit zunehmendem Alter und erreicht ihren Höhepunkt bei den 85- bis 89-Jährigen“, sagt Georg. Die Unterschiede zwischen den

„Die AOK Bayern engagiert sich seit Jahren für eine bessere und strukturierte medizinische Versorgung ihrer Versicherten mit einer COPD“, so Maximilian Georg. So ist das Disease-Management-Programm (DMP) „AOK-Curaplan“ für COPD-Patienten seit 15 Jahren ein fester Bestandteil der Versorgung. Das wichtigste Ziel bei der Behandlung von COPD-Erkrankten ist es, die Lebensqualität möglichst lange zu erhalten. Neben Rauchverzicht und angemessenem körperlichem Training im DMP sollen durch eine leitliniengerechte medikamentöse Therapie, Schulungen und regelmäßige Arztkontakte akute Verschlechterungen des Gesundheitszustands und nachfolgende Krankenhausaufenthalte vermieden werden. So könne es laut Maximilian Georg gelingen, dass das Alltagsleben der Patienten möglichst wenig eingeschränkt werde. Nähere Informationen auch unter: www.aok.de/bayern/curaplan.

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