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In Lochham rücken am Schulcampus-Gelände die Baufahrzeuge an

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Der Kran auf der Baustelle am Lachhamer Schulcampus wird aufgestellt, der Rohbau könnte im Sommer 2023 stehen.
Der Kran auf der Baustelle am Lachhamer Schulcampus wird aufgestellt, der Rohbau könnte im Sommer 2023 stehen. © Puls

Lochham – Es geht weiter mit den Arbeiten an der neuen Schwimm- und Dreifeldhalle auf dem Schulcampus Lochham. Am Mittwoch und Donnerstag wurde der Kran aufgestellt. In Vorbereitung der Rohbauarbeiten wird sich die Baufirma zunächst auf der Baustelle einrichten, sprich Wasser, Abwasser und Strom für die Containeranlage verlegen. Der Rohbau wird mit dem Untergeschoss für die Sporthalle im Osten beginnen, anschließend erfolgt der Rohbau des Untergeschosses der Schwimmhalle im westlichen Bereich des Geländes.

Ein Großteil der nötigen Anlieferungen – für die Baustelleneinrichtung, aber auch für die Rohbau- und Betonarbeiten selbst – werden über eine speziell für diesen Zweck eingerichtete Baustellenstraße im Norden abgewickelt, um den Baustellenverkehr für die Schulfamilie auf der Adalbert-Stifter-Straße und die damit verbundenen Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten. Bis Sommer 2023 wird das alles voraussichtlich andauern. Um mit den Rohbauarbeiten beginnen zu können, müssen noch einmal rund zehn Zentimeter Erde in der Baugrube abgetragen werden. „Hier wird Riedel Bau den Erdaushub noch einmal nachjustieren“, erklärt Bauüberwacher Sascha v. Glowacki vom Büro Wenzel+Wenzel. „Die anschließenden Betonarbeiten verlaufen dann immer von Osten nach Westen – aus Baustellen-technischen Gründen.“ Sicherheit steht im Vordergrund. „Uns war es wichtig, die Belastungen für die Bevölkerung, aber vor allem natürlich auch für die Schulfamilie, sprich die Kinder, ihre Eltern sowie Lehrkräften und das gesamte Schulpersonal, so gering wie möglich zu halten“, so Bürgermeister Peter Köstler.

„Mit einem ganzen Maßnahmenbündel werden wir dem gerecht. So wird zum Beispiel hauptsächlich über eine temporär angelegte Baustellenstraße im Norden zugeliefert. Während der Baustelleneinrichtung wird es zwar vorübergehend zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen an Baustellenfahrzeugen und Tiefladern in und um die Adalbert-Stifter-Straße kommen. Doch danach wird das wieder stark zurück gehen. Außerdem haben wir die Schulwege gesondert abgesichert und die eingesetzten Fahrzeuge sind alle von der neuesten Generation und mit aller erdenklichen Sicherheitstechnik ausgerüstet. Auch der Einsatz eines Bauüberwachers, der direkt von uns beauftragt wird, ist ein wichtiges Element, da er die Einhaltung aller unserer Vorgaben in jeder Bauphase und mit allen Firmen begleitet.“

Voraussichtlich werden die Rohbauarbeiten für die drei Geschosse der beiden Hallen bis Sommer 2023 andauern, um diese Zeit könnte dann auch die Grundsteinlegung gefeiert werden. Anschließen werden sich die Holzschalungsarbeiten am Dach bis September 2023.

Forst- und naturschutzrechtliche Ausgleichs-Pflanzungen

Auch die Ausgleichspflanzungen für die gerodete Baustellenfläche sind mittlerweile – bis auf kleine Ergänzungsmaßnahmen – weitgehend abgeschlossen. An drei Stellen im Gemeindegebiet wurde nachgepflanzt: Am „Gockelberg“ nahe der Pasinger Straße wurden auf rund 15.000 Quadratmetern eine Obstbaumreihe, Feldgehölzhecken, Feldgehölzinseln mit hochstämmigen Bäumen sowie Blütensäume gepflanzt beziehungsweise angesät. Vorgenommen wurden hier zur ökologischen Aufwertung Pflanzungen von Krautsäumen für Bienen und Insekten als auch die Ansaat einer kräuterreichen Wiese.

Auf dem sogenannten Bolzplatz am Luzernenweg wurden 78 Großbäume gesetzt. Die Fläche befindet sich in einer Feldgehölzlichtung mit rund 1.800 Quadratmetern östlich der Heitmeiersiedlung und nördlich der Bundesautobahn A96. In direkter Nachbarschaft dazu entstand schließlich eine große Waldaufforstung. Hier wurden auf rund 9.500 Quadratmetern 4.000 Jungbäume, hauptsächlich Stieleiche und Hainbuche, neu gepflanzt. Aufgrund der hohen Temperaturen waren die Pflanzungen nicht ganz einfach, konnten jedoch alle durchgeführt werden. „Nun muss die Natur ihren Teil leisten und es muss alles anwachsen und zur Entfaltung kommen. Das braucht natürlich noch Zeit“, so Dagmar Digmayer, beauftragte Landschaftsarchitektin vom Büro carpinus.

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