Intensive Testungen werden derzeit durchgeführt

Infektionsgeschehen im Landkreis Starnberg steigt: Landratsamt aktiviert Bürger-Hotline

+
Besonders ältere Menschen gehören zur Corona-Risikogruppe. Der Ausbruch des Virus in einer Asylunterkunft in Hechendorf und in einem lokalen Cateringunternehmen bereitet ihnen vermehrt Sorgen. Nun hat das Landratsamt Starnberg eine Info-Hotline eingerichtet.

Landkreis - Seit dem Wochenende steht der Landkreis Starnberg mit dem Corona-Ausbruchsgeschehen in der Asyl-Gemeinschaftsunterkunft Hechendorf und einem Cateringunternehmen im Fokus der Öffentlichkeit. Viele Bürger fragen sich, welche Folgen das auf die gerade erst gelockerten Einschränkungen rund um COVID 19 hat. Manche Bürger haben Fragen, die sich rund um das Thema Corona und insbesondere auch Kontakte mit Infizierten ergeben. Das Landratsamt hat dafür jetzt eine Hotline eingerichtet. Unter 09131 6808 5101 stehen kompetente Ansprechpartner des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) für Fragen zur Verfügung.

Aus der Reihentestung der Mitarbeiter des Cateringunternehmens haben sich mittlerweile insgesamt 45 positive Fälle ergeben. Betroffen sind mehrere Asylbewerberunterkünfte im Landkreis Starnberg. Nach der Gemeinschaftsunterkunft in Hechendorf wurden deshalb heute Gemeinschaftsunterkünfte in Seefeld, Herrsching und Pöcking unter Quarantäne gestellt. In allen drei Anlagen wurde jeweils eine Person positiv auf das Corona-Virus getestet. Um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern und die Infektionsketten zu unterbrechen, werden die Anlagen für 14 Tage unter Quarantäne gestellt. Sämtliche Bewohner werden getestet. Bei der Durchführung der Testungen hat das Gesundheitsamt Starnberg Unterstützung durch den Rettungsdienstleister MKT erhalten.

Nicht alle positiv getesteten kommen aus dem Landkreis Starnberg 

Die positiv getesteten Personen kommen allerdings nicht alle aus dem Landkreis Starnberg. Betroffen sind auch Augsburg-Land, die Landkreise Erding, Fürstenfeldbruck, Landsberg und München sowie die Stadt München. Alle zuständigen Gesundheitsämter sind derzeit damit beschäftigt, Kontaktpersonen zu ermitteln. Im Landkreis Starnberg werden unter Einbindung der Landkreise Landsberg, Fürstenfeldbruck und der Stadt München sogenannte Contact Tracing Teams (CTT) gebildet, die das Gesundheitsamt Starnberg bei der Ermittlung, Nachverfolgung und Überwachung von SARS-CoV-2-positiv getesteten Personen bzw. leichten COVID-19-Fällen und deren engen Kontaktpersonen, unterstützen.

Landratsamt prüft derzeit Kontakte des Cateringunternehmens

Das Landratsamt Starnberg ist derzeit auch dabei, die Kontakte des Cateringunternehmens genau zu beleuchten und klärt ab, ob es Zulieferer oder andere Firmen gibt, deren Mitarbeiter in den letzten 14 Tagen unmittelbaren Kontakt zu den Mitarbeitern des Unternehmens hatten. 

Zudem weist das Landratsamt weist in einer Presseaussendung darauf hin, dass sich verunsicherte Helfer und Helferkreise im Bezug auf die betroffenen Asylgemeinschaftsunterkünfte an das die Fachbereitsleiterin für Asyl, Integration und Migration, Sabine Neumann, per E-Mail an sabine.neumann@lra-starnberg.de oder telefonisch unter (08151) 148 615 wenden können. 


Landrat Frey: "Abstimmung hat bestens funktioniert"

Landrat Stefan Frey dankt der Bayerischen Staatsregierung für die schnelle und unbürokratische Unterstützung im personellen Bereich. Die Staatsregierung hatte heute personelle Unterstützung beim Betrieb der Hotline, der Testung der Kontaktpersonen sowie bei der Nachverfolgung möglicher Infektionsketten zugesagt. „Hier hat die Abstimmung von unten nach oben bestens funktioniert“.

Von Kreisbote

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Tutzinger Schülerin vermisst - Polizei bittet um Hinweise
Tutzinger Schülerin vermisst - Polizei bittet um Hinweise
Radlversteigerung am Mittwoch in Gauting
Radlversteigerung am Mittwoch in Gauting
Söckinger Wochenmarkt zieht um und hat Platz für weitere Markthändler
Söckinger Wochenmarkt zieht um und hat Platz für weitere Markthändler
Starnberger Kliniken: Papas dürfen bei Geburt dabei sein, keine Familienzimmer möglich
Starnberger Kliniken: Papas dürfen bei Geburt dabei sein, keine Familienzimmer möglich

Kommentare