Langer Wunsch wird endlich Realität

Inninger Wochenmarkt eröffnet

Inniger Wochenmarkt
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Es ist vollbracht: Innings Wochenmarkt ist eröffnet.

Inning -  Es war ein hin, und es war ein her: Erst stand der erste April fest, dann stand er mit einem drohenden Osterlockdown wieder auf wackeligen Beinen. Am Ende fand die Eröffnung von Innings Wochenmarkt wie geplant am Gründonnerstag statt. Feierlich eröffnet von Bürgermeister Walter Bleimaier auf dem Parkplatz hinter dem Gasthof zur Post. Neun Stände waren aufgebaut – und ohne Marktleiter Albert Riederer und Marktinitatorin Marita Seefelder hätte die Kundschaft den Karfreitagsfisch hier nicht gekriegt.

„Wenn Frau Seefelder sich was einbildet, dann ist der Zug am Rollen“, sagte Bleimaier in seiner Rede. Damit meinte er den Wochenmarkt. Wäre es nicht für die umtriebige Gemeinderätin und ihr Team, hätte Klea gestern wohl auch keine frischen Fischstäbchen verspeist. Das Leibgericht der Sechsjährigen bereitete Vater Patrick Augst aus dem Rotbarsch her, den ihm Esma Agac über die Theke reichte – und die eigentlich die Markteröffnung absagen wollte, erzählt sie. Weil: „Wir haben einen zweiten Wagen bestellt und der wurde nicht geliefert.“ Denn zeitgleich mit Inning steht ihr Mann mit Frischfisch, Meeresfrüchten und Fischsemmeln in Eching. Absagen kam für das Team Riederer und Seefelder überhaupt nicht in Frage – und organisierten ein Mietwagen. Daraufhin fuhr Seefelder nach Schwabmünchen, hinterlegte die Kaution und parkte den Fischwagen an der Münchner Straße 2 ein.

Fast im Minutentakt strömten die Menschen auf den Marktplatz. Sie standen Schlange beim Bäcker und die süßen Osterlämmer waren in Windeseile ausverkauft. Auch das Demeter-Gemüse der Familie Albrecht fand reißenden Absatz. Im Früchteparadies Hierat reichte Pepe Sailer dem Verkäufer einen Fünfzigeuroschein. Was der Vierjährige gekauft hat? „Viel“, antwortete er und steckte die geschenkte Mandarine zu dem Vielen im Korb. Seine Mutter Elisabeth Sailer war glücklich über das Angebot. Und darüber, dass der Markt nachmittags stattfindet. „Dann kann ich nach der Arbeit noch vorbeischauen“, freute sich die Erzieherin aus Buch.

Glücklich ist auch Ben Hiebaum, dem Seefelder ein Lebkuchenherz umhängte. Als Dank für das Bild des Neunjährigen, auf dem ein Verkaufswagen mit lauter gesunden Sachen zu sehen ist. Johannes Diethelm bekam obenauf einen 5-Euro-Eisgutschein, denn sein Werk wurde prämiert (wir berichteten) und schaffte es auf den Flyer, der in den Haushalten ausgeteilt worden ist. Ortshistorikerin Jutta Göbber fotografierte die Nachwuchsmaler. Lebhaft erinnerte sie sich an den gescheiterten Versuch, 2004 einen Markt in der Landsberger Straße zu etablieren. Und dass die umliegenden Bauern jahrzehntelang ihr Rindvieh auf dem Inninger Rindermarkt erwarben.

Am kommenden Donnerstag tagt der Markt zum zweiten Mal – diesmal mit der Kaffeekutsche und ab Juni zusätzlich mit „Tante Resis Unverpackt Stand“, wusste eine Inningerin, die den ersten frischen Spargel entgegennahm. Später wollte sie beim Pächter vom Gasthof zur Post ein to-go-Menü mitnehmen. Als Dankeschön. Das Ehepaar ist nämlich maßgeblich daran beteiligt, dass der Markt in der Ortsmitte stattfindet: Sie stellten dafür ihren gepachteten Parkplatz zur Verfügung. Geöffnet ist der Markt jeden Donnerstag von 14 bis 18 Uhr.

 Michèle Kirner

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