Innings Bürger mit Arbeit im Rathaus zufrieden / Sorge gilt der Kreisumlage

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Inning – Ein Dauerbrenner wie etwa die Entlastungsstraße stand in Innings jüngster Bürgerversammlung nicht an. Die Bürger füllten das Kulturcafé und Vereinsheim „Spectakel“ trotzdem und folgten gespannt dem Bericht von Bürgermeister Walter Bleimaier über das vergangene Jahr.

Was die Finanzen angeht ist Bleimaier „vorsichtig optimistisch“, sieht jedoch in Form der Kreisumlagen „dunkle Wolken aufziehen“. Nachdem die Inninger im Januar 2016 der Entlastungsstraße ein zweites Mal an der Urne eine Abfuhr erteilten, rückt heuer ein ausgereiftes Verkehrskonzept verstärkt in den Fokus. Außerdem entsteht sozialer Wohnraum; und die Gemeinde wuchs um vier Prozent auf 5.118 Einwohnern an, berichtete der Rathauschef auf der Bürgerversammlung im gut besuchten „Spectakel“. Trotz den Befürchtungen vor einem Jahr, dass die Pro-Kopf-Verschuldung ansteigt, sank diese sogar um etwa 30 Euro auf 190 Euro ab. Das ist weit unter dem Landkreisdurchschnitt von 463 Euro. Dies und das befürchtete starke Abschmelzen der Rücklagen durch den Anbau des Rathauses, blieb aufgrund der hohen Gewerbesteuereinnahmen aus. Sogar Kredite wurden weiter getilgt. So sind von den in den 1990er Jahren investierten 18 Millionen Mark in die Grundschule noch 192.000 Euro Schulden übrig. „Ich erinnere mich noch an Diskussionen, dass die Gemeinde pleiteginge, wenn sie das baut“, blickte Bleimaier zurück. Das Ziel ist es, alles abzuzahlen, bevor größere Renovierungsarbeiten angegangen werden. Alles gut also, wären da nicht jene Gewitterwolken: „Die hohen Investitionen des Kreises schlagen sich logischer Weise in der Kreisumlage nieder.“ Diese lag im vergangenen Jahr mit gut 2,5 Millionen Euro auf Platz eins der Ausgaben. Tendenz steigend, erwartete Bleimaier in Anbetracht des Baus des Gymnasiums in Herrsching und der FOS/BOS in Starnberg. In Inning in Angriff genommen wird das Verkehrskonzept, die Priorität liegt bei der grundhaften Erneuerung der Ortsdurchfahrt. Davon übernimmt das Staatliche Bauamt die Planung und den Bau des Straßenkörpers – was bedeutet, dass für Bürgersteige und Straßenbeleuchtung die Anlieger mitbezahlen. Ein weiteres Projekt ist es, die leerstehende, ehemalige Weinstube mit Leben zu füllen. Bleimaier könnte sich darin ein „Kulturhaus“ vorstellen. Und in Schlagenhofen soll ein neuer Brunnen gebohrt werden. Ebenfalls neu entstehen soll sozialer Wohnraum im alten Bau- und Wertstoffhof. Jenen übernimmt der Verband Wohnen, das Acht-Familienhaus in Buch baut die Gemeinde in Eigenregie. In Sachen Asyl bekamen die Helfer ein dickes Lob, das der Bürgermeister auf die Nachbarschaftshilfe, den Freiwilligen der Wasserwacht und Feuerwehr, die Vereine, die Aktiven des „Highlights 750 Jahre Stegen“ sowie den fleißigen Gemeinderäten ausweitete. mk

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