Lob für innovative Ausrichtung

Zum dritten Mal wurde in der vergangenen Woche der „Wirtschaftspreis Landkreis Starnberg“ verliehen. Gewinner in diesem Jahr ist der Betrieb „Elektro Saegmüller“. Das seit über 60 Jahren in Starnberg ansässige mittelständische Unternehmen mit 85 Mitarbeitern hatte sich gegen 24 weitere „innovative Handwerksbetriebe“ durchgesetzt. Bei der feierlichen Preisverleihung im Konferenzsaal der Kreissparkasse München-Starnberg drängten sich rund 120 Gäste – darunter Vertreter und Angehörige der meist familiengeführten Handwerksbetriebe, die es in die „Runde der letzten neun“ geschafft hatten.

Mit der hohen Zahl der Nominierungen, zeigten sich Helmut Ledutke und Walter Essler, Sprecher des Wirtschaftsforums Landkreis Starnberg sowie der Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung der Wirtschafts- und Beschäftigungsentwicklung im Landkreis Starnberg (gfw) Christoph Winkelkötter sehr zufrieden. Insgesamt waren 37 Handwerksbetriebe aus dem Landkreis nominiert worden, wobei zehn auf eine Teilnahme verzichteten und zwei Nominierte letztendlich die vorgegebenen Richtlinien nicht erfüllten. „Das Thema innovative Handwerksbetriebe hat wohl genau ins Schwarze getroffen“, erklärte gfw-Geschäftsführer Winkelkötter. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zeige es sich, dass das Handwerk mit seinem „alten“ Know-How gepaart mit neuen Ideen erfolgreich am Markt bestehen könne. „Besonders freut es mich, dass Unternehmen aus so viel verschiedenen Bereichen vorgeschlagen wurden“, war von Walter Essler zu hören. Die rund 3.500 Handwerksbetriebe im Landkreis spielen eine tragende und erfolgreiche Säule in der Wirtschaft und beschäftigen circa 8.000 Arbeitnehmer. Neben dem Wirtschaftspreisträger „Saegmüller“ gehörten zu den Finalisten auch der Bootsbauer und Autozulieferer Avantgarde Technologie aus Gilching, Bonebergers Backparadies aus Gilching, das Stahlbauunternehmen Eduard Segerer aus Gilching sowie die Bootswerft von Markus Glas aus Possenhofen, die Metzgerei Lutz aus Pöcking, die Schreinerbetriebe „Seidl& Beyer (Hochstadt) und „Pfisterer“ (Berg) sowie die Walter Piazzon Fahrzeugtechnik aus Krailling. Auch diese acht erhielten Urkunden. „Jeder der neun Betriebe hat auf seine ganz eigene Art und Weise gezeigt, dass er etwas ‘Besonderes’ ist“, sagte Winkelkötter. Das große Engagement, das hohe Maß an innovativen Ideen und auch der große Anspruch an eine sehr hohe Qualität beim Produkt und auch bei der Dienstleistung hat uns die Entscheidung nicht gerade leicht gemacht“ so Essler. Letztendlich hatte dann aber doch „Elektro Saegmüller“ das Rennen gemacht. Landrat Karl Roth lobte den Betrieb in seiner Laudatio wegen seiner innovativen Ausrichtung unter anderem im Bereich der Gebäudesystemtechnik (zentrale Steuerung verschiedener Funktionen im Haus wie Beleuchtung, Jalousien, Heizung, Belüftung oder Sicherheitstechniken per Installationsbus). Unter anderem hat das Starnberger Elektrounternehmen die „ganze Elektronik“ des FC Bayern an der Säbenerstraße installiert. Wegen seines vorbildlichen Engagements im Ausbildungsbereich hatte das Starnberger Unternehmen im Juli den Sonderpreis bei „Bayerns Best 50“ erhalten.

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