Kunst-Kiste wieder geborgen

"Ins Wasser gefallen" macht auf Situation der Kunstschaffenden im Landkreis Starnberg aufmerksam

Geborgen nach einer Woche: Die Kunst-Kiste ist wieder unbeschadet an Land.
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Geborgen nach einer Woche: Die Kunst-Kiste ist wieder unbeschadet an Land.

Starnberg – Kunst und Kultur in zehn Meter Tiefe im Starnberger See: Die vor einer Woche versenkte wasserdichte Stahlkiste wurde am Mittwoch an der Seepromenade von Tauchern des Bundeswehr-Ausbildungszentrums in Percha geborgen. Und alle Kunstwerke haben den Tauchgang trocken und unbeschadet überstanden.

Hintergrund dieser ausgefallenen Aktion in Kooperation des Starnberger Kulturamts und dem Regionalmanagement der gwt Starnberg sind die durch die Corona-Pandemie zahlreichen abgesagten Kunst- und Kultur-Events. Seit Monaten müssen Künstlerinnen und Künstler neue Wege finden, um auf ihr Schaffen aufmerksam zu machen.

Mit „Ins Wasser gefallen“, so der Titel der einwöchigen Aktion, ist das gelungen. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler sowie Kreative aus dem Landkreis waren an die Promenade gekommen, um – freilich unter Einhaltung der Abstandsregeln – die Bergung der Kiste zu beobachten. Auch Landrat Stefan Frey und Starnbergs Bürgermeister Patrick Janik waren gekommen, für die muikalische Einlage sorgte Musikschulleiter Stefan Komarek, und Daniela Tewes von der gwt und die neue Kulturamtsleiterin der Stadt Starnberg, Petra Brüderl, verteilten nach öffnen der Kiste an die Unterstützer der Aktion sowie Käufer der 20 versenkten und nun geborgenen Kunstpakete „Kulturrettungs-Zertifikate“. Landrat Stefan Frey betonte, der Landkreis – dieser bezahlte die Stahlkiste – werde seine Künstlerinnen und Künstler und Kulturschaffenden „auch in dieser schwierigen Zeit pflegen und hochschätzen“ und genau solche Veranstaltungen unterstützen. Die Kunst-Kiste wird übrigens nicht verschrottet, sie soll einen Platz im Starnberger Museum finden.

po

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