Ein Jahr mit Besucherrekord

Das Kaiserin Elisabeth-Museum im Bahnhof Possenhofen entwickelt sich immer mehr zum Publikumsmagneten - Tendenz steigend. Denn am 1. Mai 2010 startet das Museum mit neuem Konzept und neuem Erscheinungsbild auf noch mehr Fläche. Derzeit laufen die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen auf Hochtouren. Wenn alles fertig ist, wird das Museum auf den gesamten 100 Quadratmetern im Erdgeschoß des Bahnhofes Possenhofen zu finden sein. Bei einer Baustellenbesichtigung informierte die Vorsitzende des Museumsvereins, Rosemarie Mann-Stein, gemeinsam mit Architekt Florian Wiesler und Bürgermeister Rainer Schnitzler über den Baufortschritt.

Seit gut einem Monat wird in dem nördlich gelegenen Raum (ehemals Cafe) des Bahnhofes fleißig gewerkelt. So musste der Boden komplett herausgerissen werden, weil er verfault war. Nun wird er gerade neu verlegt inklusive Dämmung zum Schutz vor Feuchtigkeit und mit einer Fußbodenheizung zum Schutz vor „Fußkälte“ (in allen „Zimmern“ des Museums sorgen in Zukunft außerdem Klimaanlagen für die passende Raumtemperatur). In den nächsten Wochen wird der nun neu hinzugekommene vierte Raum mit einer Bordüre verschönert, in der sich abstrahierte Lilien wieder finden – dem Leitmotiv des Museums. Außerdem bekommt er noch einen Farbanstrich und Vorhänge, die mit den anderen Räumen abgestimmt sind. In Zukunft wird hier der Empfangs- und Informationsraum des Museums sein. An der neuen geschwungenen Empfangstheke können Besucher nicht nur die Eintrittskarten kaufen sondern auch Souvenirs und Postkarten. „Besonders die Taschentücher mit dem Monogramm ‘E’ (für Kaiserin Elisabeth) kommen gut an“, freut sich Rosemarie Mann-Stein, die zusammen mit 13 anderen ehrenamtlichen Helfern für den Museumsbetrieb verantwortlich zeichnet. Die Besucher seien dankbar, wenn sie etwas zur Erinnerung mitnehmen könnten. „Wir sind immer auf der Suche nach neuen Ideen“, so Mann-Stein. Als „Hingucker“ hat sich auch die Postkarten-Eintrittskarte herausgestellt, die man so in alle Welt verschicken kann. Neben dem Eingangsbereich wird in dem Raum künftig Platz für Video-Präsentationen mit drahtlosen Kopfhörern sein sowie für eine kleine Lesecke und für Wechselausstellungen. In zwei Standvitrinen wird die „König Ludwig II“-Sammlung gezeigt. Insgesamt beherbergt das Museum 1.700 Stücke – und stellt sich immer mehr als „Publikumsmagnet“ heraus. So konnte das Museum im vergangenen Jahr während der Öffnungszeiten von Mai bis Oktober insgesamt 4.500 Besucher begrüßen – das entspricht einem Zuwachs zum Vorjahr von 160 Prozent. Einen Besucherrekord gab es dabei im August: In diesem Monat kamen 1.000 Gäste. „Zum ersten Mal sind uns da die Eintrittskarten ausgegangen“, erzählte Mann-Stein. Sehr stark zugenommen hat in den vergangenen Monaten vor allem die Zahl der Einzelbesucher. Die große Popularität des „Museums Kaiserin Elisabeth“ zeigt sich auch in den Zahl der Klicks im Internet – durchschnittlich informieren sich pro Tag 100 User über das Museum – aus der ganzen Welt. Aus diesem Grund wird der derzeit viersprachige Internetauftritt nun noch um die Sprachen Japanisch, Chinesisch und Ungarisch erweitert. Insgesamt kostet die Erweiterung und Sanierung des Museums 110.000 Euro - 40.000 Euro davon übernimmt die Eigentümerfamilie, weil es sich auch um Substanzerhaltungsmaßnahmen handelt. Für den Rest kommt die Gemeinde Pöcking auf. „Die Investition ist richtig“, erklärte Bürgermeister Rainer Schnitzler angesichts des „tollen Aufschwungs“, den das Museum erfahren hat. Als Investitionssicherung konnte die Gemeinde einen quasi 30-jährigen Mietvertrag aushandeln (immer auf zehn Jahre - mit der Option auf Verlängerung). „Das Museum ist eine runde Sache, die dem ganzen Landkreis zugute kommt“, freute sich der Rathauschef und Architekt Florian Wiesler versprach auch die im Bahnhof befindlichen öffentlichen Toiletten - die Gemeinde hat hier die Dienstbarkeit übertragen bekommen - mit einem gewissen Flair zu gestalten.

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