25 Jahre Condrops Starnberg

Thema Sucht aus der Tabuzone geholt

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Feierten den 25. Geburtstag von Condrobs Starnberg(v.li.): Matthias Taube (Leiter der Suchtberatungsstelle Starnberg), Alexander Eberth, Karin Wiggenhauser, Stefan Wenger,Harald Schwab, Eva John, Georg Scheitz und Manfred Walter.

Starnberg – 25 Jahre gibt es bereits die Condrobs-Drogenberatungsstelle auch in Starnberg: Mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür wurde das Jubiläum am vergangenen Montag gebührend gefeiert.

Die Festgäste, wie der stellvertretende Landrat Georg Scheitz, Starnbergs Bürgermeisterin Eva John und Harald Schwab vom Bezirk Oberbayern, würdigten die Einrichtung als unverzichtbar. Das war nicht immer so: So war der erste Kontakt zwischen Condrobs, entstanden aus einer Elterninitiative und hauptsächlich in München tätig, und dem Landkreis Starnberg alles andere als leicht. „Als wir den Landkreis nach einem Zuschuss fragten, weil zunehmend Suchtkranke aus dem Raum Starnberg zu uns kamen, bekamen wir als Antwort zu hören, dass es im Landkreis keine Drogensüchtigen gibt“, erzählte einer der Mitbegründer des Vereins Condrobs, Alexander Eberth. „Und wenn doch, sollte man bitte die Namen nennen“, so Eberth. Wie Georg Scheitz erklärte, habe man das Thema Sucht im Landkreis Starnberg erst aus der Tabuzone holen müssen.

Heute ist Condrobs mit seinen Beratungsstandorten Starnberg und Gilching voll anerkannt und akzeptiert. So verfügt Condrobs in Starnberg inzwischen über helle und freundliche Räume – ganz zentral in der Starnberger Hauptstraße.

Aufgabenspektrum enorm erweitert

In den vergangenen Jahren haben rund 12500 Hilfesuchende die Beratungsstellen aufgesucht. Allein im vergangenen Jahr unterstützten die 15 Condrobs-Mitarbeiter 700 Klienten. 1100 Personen – darunter 450 Jugendliche und 750 Multiplikatoren wie Eltern, Lehrer und Fachkräfte nutzten das Projekt- und Fortbildungsangebot. Denn das Aufgabenspektrum von Condrobs hat sich in den vergangenen 25 Jahren enorm erweitert. Neben der Präventionsarbeit in Kindergärten, Schulen oder Jugendeinrichtungen sowie der Therapievermittlung, bietet Condrobs auch ambulante Rehabilitation und verfügt über zwei heilpädagogische Wohngruppen sowie zahlreiche Angebote für Angehörige. Dabei stehen illegale Drogen längst nicht mehr an erster Stelle. Der überwiegende Teil der Betreuten kommt wegen Alkoholsucht- der Volksdroge Nummer Eins.

Von Andrea Jaksch

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