Neues Fahrzeug gesegnt

15 Jahre Helfer vor Ort des BRK Gilching

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Kirchlicher Segen: Pfarrer Franz von Lüninck weihte das neue Helfer-vor-Ort-Fahrzeug und einen Krankentransportwagen des BRK Gilching.

Gilching – Über 7.000 Mal schnelle Hilfe und an die 100.000 zurückgelegten Kilometer – das ist die eindrucksvolle Bilanz der Helfer vor Ort des BRK Gilching nach 15 Dienstjahren. In ihrem Jubiläumsjahr erhielt die Bereitschaft ein neues Einsatzfahrzeug, das Pfarrer Franz von Lüninck auf dem Marktplatz in einer Feierstunde segnete. Finanziert wurde die Neuanschaffung von der Gemeinde

„Mein ausdrücklicher Dank geht an Bürgermeister Manfred Walter und den gesamten Gemeinderat, der die Kostenübernahme in einem einstimmigen Beschluss bewilligte und so die Zukunft des ehrenamtlichen Dienstes sicherte“, bedankte sich der stellvertretende Bereitschaftsleiter, Matthias Eibl. Sein Dank ging aber auch an die Gilchinger Bürger für die zahlreichen Spenden. Die Gelder verwendet das BRK für die Anschaffung von Einsatzbekleidung sowie die Aus- und Weiterbildung der aktiven Bereitschaftsmitglieder. „Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass die Gemeinde diese wertvolle Arbeit des BRK Gilching unterstützt. Danke an die vielen Helfer, die sich für diese wichtige Sache unentgeltlich einsetzen“, sagte Bürgermeister Manfred Walter in seinem Grußwort

Helfer schließen Versorgungslücke

Am 1. Juli 2004 rückten die Helfer vor Ort zu ihrem ersten Einsatz aus. Damals war der Rettungswagenstandort im benachbarten Oberpfaffenhofen aus Kostengründen gestrichen worden. Die Folge waren teils erheblich längere Anfahrtszeiten aus den benachbarten Wachen Germering, Gauting, Seefeld oder einem sogar noch weiter entfernten Stützpunkt. Um die Zeit vom Notruf bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes mit gezielten Erstmaßnahmen zu überbrücken, starteten die ehrenamtlichen Sanitäter ihr ambitioniertes Projekt. Den unmittelbaren Nutzen haben die Patienten. Bei einem Kreislauf-Stillstand beispielsweise sinken die Überlebenschancen des Betroffenen ohne Herzdruckmassage pro Minute um zehn Prozent. Nach drei Minuten treten bereits erste Hirnschäden auf. In weniger kritischen Fällen erheben die Sanitäter bereits erste Vitalwerte wie Blutdruck, Puls und Blutzucker, führen fachgerechte Wundversorgungen durch oder fordern je nach Schweregrad einer Erkrankung oder Verletzung den Notarzt, bei Bedarf auch weitere Kräfte nach. Mit der Erstversorgung leisten die Helfer einen großen Beitrag für optimale Einsatzabläufe und zur Zeitersparnis.

Zeitersparnis auch durch moderne Technik

Das neue Fahrzeug ist mit modernster Technik ausgestattet. Bei einem Alarm empfängt das Navigationsgerät von der Leitstelle Fürstenfeldbruck die punktgenauen Einsatzkoordinaten, das Meldebild und weitere wichtige Informationen. Per Knopfdruck lotst das Gerät den Helfer an die exakte Einsatzadresse. Langes, zeitaufwendiges Suchen in Ortsplänen entfällt dadurch. Das Fahrzeug ist darüber hinaus mit Digitalfunk zur lückenlosen Kommunikation ohne Funklöcher ausgerüstet. Über 600 Mal rücken die Helfer vor Ort pro Jahr aus. Alleine 2018 wurden sie zu 621 Einsätzen alarmiert, zur Halbzeitbilanz dieses Jahres bereits 430 Mal. Das Einsatzgebiet umfasst Gilching, Geisenbrunn, einen Teilabschnitt der angrenzenden A96 sowie jetzt auch bei längerer Anfahrt des Rettungsdienstes die Ortsbereiche von Gauting, Alling und Biburg. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.brk-gilching.de.

kb

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