50 Jahre Landschulheim Kempfenhausen

Werte, die man vermittelt, werden gelebt

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Auf dem Foto: Studiendirektor Elmar Beyersdörfer, derzeit Stellvertreter, ab 24.02.2018 Nachfolger von Oberstudiendirekter Martin Liebl, Elisabeth Liebl, Gattin von Martin Liebl, Oberstudiendirektor Martin Liebl, Schulleiter, Verwaltungsdirektorin Gudrun Pflanzl, stellvertretende Geschäftsleiterin des Zweckverbands Bayerische Landschulheime (Schulträger), Leitender Verwaltungsdirektor Stephan Schmidt, Direktor des Zweckverbands Bayerische Landschulheime und Ministerialdirigent Adolf Präbst, Leiter der Gymnasialabteilung am Kultusministerium sowie Landrat Karl Roth.

Landkreis – Mit einem großen Festakt, umrahmt von der Big Band und dem Kammerorchester, feierte das Landschulheim Kempfenhausen mit 200 geladenen Gästen und Vertretern der ganzen Schulfamilie am vergangenen Donnerstag sein 50-jähriges Bestehen.

In seiner Festansprache ging Ministerialdirigent Adolf Präbst, Leiter der Gymnasialabteilung am Kultusministerium, auf die Anfänge der Schule ein. In einer politisch und gesellschaftlich unruhigen Zeit hätten verantwortliche Politiker eine mutige Entscheidung getroffen. Sie erwarben von Elisabeth Hunaeus ein Grundstück am Ostufer des Starnberger Sees und errichteten dort ein sozialwissenschaftliches Gymnasium für Mädchen. Die engagierte Pädagogin Elisabeth Hunaeus hatte dort schon seit 1938 ein Seminar für Frauenbildung betrieben.

In den folgenden fünf Jahrzehnten habe die Schule mit einem mathematisch-naturwissenschaftlichen und einem wirtschaftswissenschaftlichen Schulzweig ihr Profil nach und nach erweitert. Mit seiner erfolgreichen Musikerziehung, der Rolle als Kompetenzzentrum Film, der Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Volleyballverband und Schulpartnerschaften mit Schulen in Taiwan und Frankreich habe die Schule eine hohe Attraktivität. Die Besonderheit des Landschulheims Kempfenhausen sei aber die Stellung als Internatsschule. Die öffentlichen Internatsschulen hätten eine Vorbildfunktion. Hier würden Werte, die man vermitteln will, auch tatsächlich gelebt.

Hohes Image und guter Ruf

In Ihren Grußworten gratulierten der Starnberger Landrat Karl Roth und Rupert Monn als Bürgermeister der Gemeinde Berg zum Jubiläum und stellten die wichtige Rolle des Landschulheims für die örtliche Schullandschaft heraus. Sie bescheinigten der Schule ein „hohes Image“ und einen „guten Ruf“. Generaldirektor Tsong-Ming Hsu, Leiter der Taipeh-Vertretung in München, ging auf die seit 20 Jahren bestehenden Partnerschaft mit der San-Min High School in Taipeh ein. Die vielen Kontakte junger Menschen aus sehr unterschiedlichen Kulturkreisen hätten gerade im Zeitalter der Globalisierung einen unschätzbaren Wert. Die Elternbeiratsvorsitzende Nina Kaempfe, Personalratsvorsitzender Gerhard Beim und die Schülerverteter Philine Hufnagel und Leopold Kaiser sprachen die Zusammenarbeit innerhalb der Schulfamilie an. So habe man auf allen Seiten immer den Willen zur konstruktiven Zusammenarbeit verspürt, und man habe auch bei Meinungsverschiedenheiten immer einvernehmliche Lösungen gesucht. „Hoffentlich haben wir Sie mit unseren Anliegen nicht zu sehr genervt“ meinten die Schülervertreter an den Schulleiter gerichtet.

Wechsel in der Schulleitung

Am Rande Veranstaltung wurde auch der Abschied von Oberstudiendirektor Martin Liebl gefeiert. Nach fast 35 Jahren als Lehrer und seit 2005 als Schulleiter geht er zum 23. Februar 2018 in den Ruhestand. Nachfolger wird sein bisheriger Stellvertreter, Studiendirektor Elmar Beyersdörfer. Er ist seit 33 Jahren als Lehrer für Deutsch und Englisch am Landschulheim tätig, kennt somit die Schule und kann, wie ein Gast meinte, die „50-jährige Erfolgsgeschichte“ des Landschulheims Kempfenhausen fortsetzen.

Von Kreisbote

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