20 Jahre Malteser Hospizdienste

Einfühlsame Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen

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Hinter 20 Jahren Hospizarbeit steht ein multiprofessionelles Team – Irene Schuster, Ina Weichel, Leiterin Malteser Hospizdienste, Stephanie Fröhlich, Hanne Rauscher, Marie-Luise Schneider, Kerstin Veraldi und Beate Peters-Dürrschmidt.

Landkreis – Schwere Krankheit und Sterben eines geliebten Menschen erschüttern die gesamte Familie. Geschwister, Eltern, Ehepartner und Kinder müssen lernen, den Alltag anders zu organisieren und zu leben. Dabei können Betroffene schnell und kompetent einfühlsame und professionelle Hilfe von den Maltesern erhalten. Seit nun mehr zwanzig Jahren bringen ehrenamtliche HospizhelferInnen Zeit und Zuwendung ein, lindern Einsamkeit und Ängste, helfen letzte Dinge zu regeln und führen Gespräche.

„Ich freue mich sehr, wie unsere Hospizdienste mit der Hilfe so vieler Menschen gewachsen sind!“, sagt Ina Weichel, die als Diplom Sozialpädagogin und seit dem Jahr 2000 die Malteser Hospizdienste für Erwachsene und Kinder in der Erzdiözese München Freising leitet, nicht ohne Stolz. „Unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sind der Schatz der Hospizdienste. Sie zu schulen, immer wieder passende Fortbildungsangebote zu organisieren und in ihren Begleitungen zu unterstützen ist uns Maltesern ein besonderes Anliegen. Sie bringen neben ihrer Zeit, all ihre soziale Kompetenz und Menschenliebe in den Begleitungen ein und erfahren zu Recht viel Anerkennung“, erklärt Ina Weichel.

sten 102 HospizhelferInnen zusammen mit einer Palliative Care Fachkraft schwerkranke und sterbende Menschen und deren Familienangehörige im Raum Würmtal und im nördlichen Landkreis Starnberg. Der Kinderhospizdienst ist in Stadt und Landkreis München im Einsatz. „Angefangen haben wir in einem kleinen Kammerl im Malteser Haus in Gräfelfing“, erzählt Weichel. Umgezogen in neue Räumlichkeiten koordinieren die Malteser heute mehr als 100 ehrenamtliche Hospizhelferinnen und –helfer. Allein im vergangenen Jahr sind im Raum Würmtal und im nördlichen Landkreis Starnberg knapp 160 Patienten von den Malteser HospizhelferInnen begleitet worden, Kinder und Erwachsene, und zusätzlich deren Angehörige. „Wir haben etwa 1000 Patienten in den zurückliegenden 20 Jahren in ihrer letzten Lebenszeit begleitet“, berichtet Weichel. In über 30.000 Stunden haben sich ehrenamtliche Malteser HospizhelferInnen für das Wohl der Patienten und deren Angehörigen eingesetzt.

Eng eingebunden in Hospiz- und Palliativnetzwerke vermitteln die ambulanten Malteser Hospizdienste bei Bedarf Pflegedienste, ambulante Palliativversorgung, eine Palliativstation oder das nächste Hospiz - immer in enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten und Fachkräften. Für die Zeit danach bieten die Malteser trauernden Menschen unterstützende Angebote. In von Maltesern fachlich geleiteten Gruppen finden Trauernde Hilfe und Austausch, um nach dem Verlust eines geliebten Menschen zu einer Neuorientierung in ihrem Leben zu kommen. Für Trauernde, die nicht mehr mobil sind, bieten die Malteser aufsuchende Begleitung durch geschulte Ehrenamtliche. „Mittlerweile sind wir einer der großen ambulanten Hospizdienste im Umkreis, unser Angebot umfasst weit mehr als die „klassische“ Sterbebegleitung“, konstatiert Weichel.

Wer sich für die Malteser Hospizdienste interessiert oder sich selbst einbringen möchte, kann sich gerne bei Ina Weichel, der Leiterin der Malteser Hospizdienste melden: Telefon 089-85837988 oder im Internet unter hospizdienst-wuermtal@malteser.org . Alle Angebote der Malteser sind unbürokratisch und kostenlos. 

Die Angebote im Überblick: 

- Hospizarbeit und Palliativberatung 

- Kinderhospiz- & Familienbegleitung 

- Anlaufstelle für Trauernde 

- Schulprojekte, Projekte in Firm- und Konfirmandengruppen 

- Letzte Hilfe Kurse - Informationen zu Patientenverfügung etc.

Von Kreisbote

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