"May the force be with you"

Vor 25 Jahren startete D2-Mission in Oberpfaffenhofen: Jubiläumsfeier mit Astronauten von damals im DLR

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Mission erfüllt: Die Astronauten Walther Pelzer (l.) und Hans Schlegel (r.) mit Ministerpräsident Markus Söder im DLR-Kontrollzentrum.

Oberpfaffenhofen – Vor 25 Jahre hob die US-Raumfähre Columbia ins All ab – und somit einen guten Monat nach dem spektakulären Startabbruch von „Spacelab D2“. Gesteuert, kontrolliert und überwacht wurde die Mission D-2 gut 300 Kilometer über der Erde erstmalig vom Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) von Oberpfaffenhofen aus. Zehn Tage lang sollten fünf amerikanische und zwei deutsche Astronauten 88 naturwissenschaftliche und biomedizinische Experimente durchführen.

Sicherheit war wichtiger

Eine Idee der Deutschen, ließ Moderator Uli Bobinger am Freitag durchblicken, als das Jubiläum im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) groß gefeiert wurde. Unter den mehreren hundert Geladenen war auch Ministerpräsident Dr. Markus Söder zu finden. „May the force be with you“, begrüßte Söder die Festgäste und outete sich mit diesem wohl berühmtesten Satz aus der Science-Fiction-Szene „Möge die Macht mit Dir sein“ als Star Wars-Fan. Astronaut wäre er übrigens auch gerne geworden, steckte der gut gelaunte Ministerpräsident den Zuschauern. Seine Affinität zur Raumfahrt hatte er bereits innerhalb der ersten Tage nach seinem Amtsantritt mit der Ankündigung eines neuen Raumfahrtprogramms öffentlich gemacht. Als „Stars des Abends“ kündigte er die vier Astronauten an, die zur Feier des Tages in den Landkreis Starnberg gereist waren. Ulrich Walter etwa, der unterdessen an der TUM Raumfahrttechnik lehrt. Der Startabbruch am 22. März ist ihm als „eigenartiges Gefühl“ in Erinnerung geblieben, sagte der heute 64-Jährige im Astronautengespräch. Als verantwortlicher Pilot saß damals Tom Henricks im Shuttle: „Es war enttäuschend, aber unsere Sicherheit war einfach wichtiger.“ Ein Sicherheitsbewusstsein, das nach der Explosion der Raumfähre Challenger 1986 bereits den geplanten Start im Jahr 1988 um fünf Jahre nach hinten verschob.

Astronauten von damals im DLR

Eindrücke der Jubiläumsfeier im DLR mit Markus Söder und den damaligen Astronauten. © Michele Kirner
Eindrücke der Jubiläumsfeier im DLR mit Markus Söder und den damaligen Astronauten. © Michele Kirner
Eindrücke der Jubiläumsfeier im DLR mit Markus Söder und den damaligen Astronauten. © Michele Kirner
Eindrücke der Jubiläumsfeier im DLR mit Markus Söder und den damaligen Astronauten. © Michele Kirner
Eindrücke der Jubiläumsfeier im DLR mit Markus Söder und den damaligen Astronauten. © Michele Kirner
Eindrücke der Jubiläumsfeier im DLR mit Markus Söder und den damaligen Astronauten. © Michele Kirner
Eindrücke der Jubiläumsfeier im DLR mit Markus Söder und den damaligen Astronauten. © Michele Kirner
Eindrücke der Jubiläumsfeier im DLR mit Markus Söder und den damaligen Astronauten. © Michele Kirner
Eindrücke der Jubiläumsfeier im DLR mit Markus Söder und den damaligen Astronauten. © Michele Kirner
Eindrücke der Jubiläumsfeier im DLR mit Markus Söder und den damaligen Astronauten. © Michele Kirner
Eindrücke der Jubiläumsfeier im DLR mit Markus Söder und den damaligen Astronauten. © Michele Kirner
Eindrücke der Jubiläumsfeier im DLR mit Markus Söder und den damaligen Astronauten. © Michele Kirner
Eindrücke der Jubiläumsfeier im DLR mit Markus Söder und den damaligen Astronauten. © Michele Kirner
Eindrücke der Jubiläumsfeier im DLR mit Markus Söder und den damaligen Astronauten. © Michele Kirner
Eindrücke der Jubiläumsfeier im DLR mit Markus Söder und den damaligen Astronauten. © Michele Kirner
Eindrücke der Jubiläumsfeier im DLR mit Markus Söder und den damaligen Astronauten. © Michele Kirner
Eindrücke der Jubiläumsfeier im DLR mit Markus Söder und den damaligen Astronauten. © Michele Kirner
Eindrücke der Jubiläumsfeier im DLR mit Markus Söder und den damaligen Astronauten. © Michele Kirner
Eindrücke der Jubiläumsfeier im DLR mit Markus Söder und den damaligen Astronauten. © Michele Kirner
Eindrücke der Jubiläumsfeier im DLR mit Markus Söder und den damaligen Astronauten. © Michele Kirner
Eindrücke der Jubiläumsfeier im DLR mit Markus Söder und den damaligen Astronauten. © Michele Kirner
Eindrücke der Jubiläumsfeier im DLR mit Markus Söder und den damaligen Astronauten. © Michele Kirner

Kosmische Strahlung unter die Lupe genommen

In dieser Zeit bereiteten sich die Raumfahrer auf die Reise vor – schließlich sollten sie in einer guten Woche 88 Experimente durchführen. Konkret stand nach der Mission D-1 diesmal auch verstärkt der „Organismus auf dem Prüfstand“: „So interessant waren die medizinischen und biologischen Resultate beim D-1 Unternehmen, dass man nunmehr bei D-2 die medizinisch-technisch anspruchsvollste Versuchseinrichtung, die es bisher in der bemannten Raumfahrt gegeben hat, in den Weltraum bringen will“, erklärte der verteilte Sonderdruck über die Spacelab-Mission. Ebenso nahmen die Wissenschaftler die kosmische Strahlung genau unter die Lupe und der von Oberpfaffenhofen aus gesteuerte Arm, der im D-2 einen Würfel einfing, galt als bahnbrechendes Experiment. Die Fülle an Experimenten in nicht einmal zwei Wochen sei mit einem enormen Druck für die Astronauten einhergegangen, gestand Physiker und Astronaut Hans Schlegel rückblickend.

Weltall-Tourismus

Söder warf einen Blick in die Zukunft und brachte den Weltall-Tourismus zur Sprache – ein Geschäftsmodell, das bereits sehr fortgeschritten ist und es durchaus sein könnte, dass in naher Zukunft die Superreichen in einer Rakete einmal sprichwörtlich nach den Sternen greifen können.

Von Michele Kirner

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