Josef Jägerhuber ist tot

Der geliebte Starnberger Wetterprophet ist am vergangenen Samstag in seinem Haus gestorben

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Träger der goldenen Bürgermedaille Starnbergs: Josef Jägerhuber

Starnberg - Der geliebte Wetterprophet vom Starnberger See ist am vergangenen Samstag in seinem Haus gestorben. Nach Angaben seiner Familie sei der 92-Jährige friedlich eingeschlafen.

Josef Jägerhuber - ein ungewöhnlicher Prominenter in Starnberg. Seit 1960 veröffentlichte der Hobbymeteorologe zu jedem Jahresanfang seinen Wetterbericht für die nächsten 12 Monate. Für 2018 prophezeite Jägerhuber den ersten Schnee Anfang November. Aber wie kam er auf diese Ergebnisse? In seinem Haus an der Wittelsbacherstraße hat er sich seine eigene kleine Wetterstation aufgebaut und schrieb jeden Tag minuziös das Wetter auf. Eine seiner Theorien besagt, dass sich das Wetter alle 7 Jahre wiederholt. Umso tragischer trifft Starnberg nun der Tod des beliebten Bürgers, der sich neben dem Wetters viel für seine Heimatstadt engagierte. Im Alter von 21 Jahren übernahm er die Druckerei seines Vaters und führte diese auch stolz nach dem Krieg weiter. Als er verletzt von der Ostfront zurückkehrte war seine Druckerei 1945 die erste, die von den Amerikanern eine Lizenz zum Drucken bekam und 1948 wurde der Land- und Seebote zur ersten Heimatzeitung, die in Bayern gedruckt werden durfte. Jägerhuber engagierte sich 35 Jahre lang bei der Freiwilligen Feuerwehr Starnberg und gilt heute als Ehrenvorstand. Er war in der Zeit bei den meisten Bränden dabei, setze sich für den Bau des Vereinsheims ein und veranlasste die Fahnenweihe. Um sein großes ehrenamtliches Engagment zu ehren, verlieh ihm die Stadt Starnberg 1987 die goldene Bürgermedaille.

Von Lisa Livancic 

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