Jungbürger äußern viele Wünsche

Er sei überrascht, dass immerhin 30 Jugendliche zur ersten Jungbürgerversammlung ins Gilchinger Rathaus gekommen waren, sagte Bürgermeister Manfred Walter. Auch wenn rund 1.800 Einladungen raus gegangen sind, „der Schnitt ist fürs erste Mal ist gar nicht so schlecht“.

Was gewünscht wurde, ist ein bespielbarer Beachvolleyball-Platz, ein Raum, in dem sich Partys feiern lassen, eine Sommerfest und ein so genanntes Mondschein-Turnier. Auf der ersten Jungbürgerversammlung unter der Ägide von Bürgermeister Manfred Walter im Sitzungssaal des Rathauses trugen die Jugendlichen manierlich ihre Wünsche vor. Was außerdem noch fehlt, sei eine Fahrradwerkstatt, meinte ein Gast. „Seit einem Jahr gibt es so eine Werkstatt in Germering, die angenommen wird und sehr erfolgreich ist. Dort können Fahrräder selbst repariert werden“, sagte er. Mit dem Wunsch rannte er bei Walter offene Türen ein. „Wir werden uns um einen entsprechenden Raum kümmern und versuchen, die Werkstatt ins Leben zu rufen“, versprach er. Souverän durchs Programm führte Janosch Maier von der evangelischen Jugend. Er hatte ein Zehn-Punkteprogramm vorbereitet, anhand dessen das allgemeine Interesse abgefragt und Mitstreiter gesucht wurden. Den Vorschlag des Rathauschefs, aus der Versammlung einen Jugendbeirat zu wählen, lehnten die Jugendlichen ab. Gleichwohl sich viele bereit erklärten, mitzumachen. „Wir wollen uns aber erst gründlich darauf vorbereiten“, begründeten sie ihre Absage, sofort aktiv zu werden. Die Wahl ist nun nach den Ferien geplant. Walter betonte, dass der Jugendbeirat ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Gemeinderat und den Jugendlichen sei. „Es gibt viele Themen, wo die Meinung junger Menschen gefragt wäre. Leider haben wir aber derzeit keinen Ansprechpartner.“ Der Rathauschef eröffnete außerdem, dass die Internetseite der Gemeinde neu überarbeitet wird. „Dann gibt es auch eine integrierte Jugendseite, die von den Jugendlichen selbst bearbeitet werden soll. Dazu brauchen wir aktive Leute, die mitmachen.“ Bis es soweit ist, können aktuelle Termine, die auf der Homepage erscheinen sollen, über die Rathausverwaltung mitgeteilt werden. Thema war auch das Jugendhaus, das von den anwesenden Gästen größtenteils abgelehnt wird. Als Begründung wurden unter anderem der Standort außerhalb der Ortsmitte und die unflexiblen Öffnungszeiten am Wochenende angegeben. Ralph Fellinger, Leiter des Jugendhauses, erklärte, dass es Versuche gegeben hat, freitags länger aufzulassen. „Leider kam da niemand, weil am Wochenende überall etwas los ist.“ Als erste gemeinsame Aktion soll nun in den Ferien ein Fußballmatch bei Flutlicht, ein so genanntes Mondscheinturnier, organisiert werden. Außerdem wurde Antrag gestellt, bei der Skateranlage den Beachvolleyball-Platz herzurichten. Dieser wird nun im Gemeinderat behandelt. pop

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