Junge, engagierte Leute

Die Polizeidirektion Starnberg hat Verstärkung bekommen: Neun junge Polizeibeamte traten am 1. März ihren Dienst im Kreisstadt-Revier an. „Ich freue mich, dass immer sehr engagierte junge Leute zu uns kommen“, sagte Starnbergs Polizeichef Norbert Reller bei der Begrüßung. Allerdings gibt es für ihn auch einen Wermutstropfen: Die meisten bleiben nicht lange und lassen sich nach sechs beziehungsweise zwölf Monaten aus familiären oder auch aus finanziellen Gründen wieder in ihre Heimatorte zurückversetzen.

Seitdem es keine Mindestverweildauer mehr gibt, ist die Fluktuation in der Starnberger Polizeidirektion hoch. Quasi alle drei Jahre wird das komplette Personal der Starnberger Dienstgruppen ausgewechselt. „Das ist ein gewaltiger Aderlass“, so Reller. Zudem gehen meistens die Erfahrenen. Auch bei den neun Neuzugängen, befürchtet Reller einen schnellen Wechsel. Denn die jungen Kollegen kommen zum großen Teil aus der Oberpfalz, Oberfranken sowie Augsburg und Landsberg. Solange sie aber in der Polizeidirektion Starnberg tätig sind, wird es ihnen wohl nicht langweilig werden. „Bei uns ist einiges los“, sagte Reller und „wir sind eine sehr stark belastete Dienststelle“. Mit ein Grund: Tausende von Badegästen im Sommer sowie viele Veranstaltungen. Außerdem ist die Polizeidirektion Starnberg für den gesamten Starnberger See zuständig. Mit den „Neuen“ ist die Polizei Starnberg erst aber einmal für die Sommermonate gut gerüstet. Nachdem Reller einige Jahre auf stellvertretende Dienstgruppenleiter verzichten musste, kann er die Posten nun wieder besetzen. Wirklich ausreichend ist die Anzahl an Beamten trotzdem nicht. Von den 61 Polizisten stehen Reller aufgrund von Elternurlaub, Schwangerschaft oder Studium nicht alle zur Verfügung. Starnbergs Polizeichef hofft hier im September auf einen Ausgleich.

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