Junge Künstler gestalteten des Pausenraum im SOS-Kinderdorf

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Ammersee – Ein ganz besonderes Geschenk haben vier Jugendliche aus dem SOS-Kinderdorf den Mitarbeitern der Einrichtung gemacht: Sie griffen zu Acrylfarbe und Leinwand und schufen komplett selbständig vier farbenprächtige Bilder für die bislang noch kahlen weißen Wände des Pausenraums. Herausgekommen sind ganz unterschiedliche Gemälde in verschiedenen Stilen, über die sich die Mitarbeiter „jeden Tag freuen“, wie Einrichtungsleiterin Susanne Dillitzer betont.

„Jedes Bild hat etwas Besonderes“, sagt Adrian Schmidt vom Fachdienst, der die Verschönerung des vergangenen Jahres renovierten Pausenraums organisiert hat. Er war auf die jungen Künstler zugegangen und hatte sie um Hilfe gebeten. Celina (15), Ali, Elisa und Patricia (alle 17) machten sich daraufhin teils alleine, teils gemeinsam, in ihrer Freizeit ans Werk. Elisa lässt mit ihrem sehr plastischen Bild die Mitarbeiter vom Sonnenuntergang am Meer träumen. Sie malt „gerne Landschaften“ und kam darüber auf die Idee zu ihrem Bild. Danach unterstützte sie ihre SOS-Kinderdorfschwester Patricia, die sich für einen „Blick aus dem Fenster“ entschieden hatte und eine bunte kleine Stadt samt Straße, Wiese und Himmel schuf. Celina wollte nach einem Blick auf die künftige Heimat ihres Bildes den Pausenraum mit den grünen Stühlen, einem Wasserglas und dem passenden kaffeebraunen Tisch wiedergeben. Dafür wählte sie eine spannende, ungewöhnliche Perspektive. Ali schließlich hat gleich ein Stück Philosophie in sein Werk verpackt: Die bunten Farben, erzählt er, seien die Menschen, die denken. Die schwarze Farbe oben dagegen stehe für diejenigen, die traurig sind und „nicht denken“. Für sie wachse aus der Erdkugel ein Weisheitsbaum, „damit auch sie verstehen und glücklich sind“, erklärt Ali. Die Mitarbeiter wissen alle vier Bilder zu schätzen: Sie setzen sich inzwischen „jeden Tag anders, damit sie ein anderes Werk betrachten können“, freut sich Dillitzer. kb

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