Erweiterung in ein "Haus der Bürger"

Karl Roth und Mitarbeiter des Landratsamts feiern Grundsteinlegung für Behörden-Anbau

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In dieser Kartusche wurden Erinnerungen an den 19. Juli versteckt: V.li.: Landrat Karl Roth, Architekt Dominik Fahr und Kämmerer Stefan Pilgram (v.l.) legten diese in die Betonbox. Im Jahr 2021 ist der Einzug geplant.

Starnberg – Die Freude war Landrat Karl Roth anzusehen: „Ich habe nicht mehr damit gerechnet, dass die Grundsteinlegung noch in meine Amtszeit fällt.“ Mit Roth freuten sich am Freitag knapp 100 weitere Gäste auf dem Baugelände des Erweiterungsbaus für das Starnberger Landrats- amt. Läuft alles nach Plan, sollen die Arbeiten im Frühjahr 2021 abgeschlossen sein.

Rund 160 neue Arbeitsplätze entstehen auf der ehemaligen Festwiese am Nepomukweg, die mittlerweile 550 Mitarbeiter des Landratsamtes sind dann wieder unter einem Dach vereint, das Stühlerücken und die Auslagerung an den Tutzinger-Hof-Platz sowie an die Moosstraße hat dann ein Ende. Landrat Karl Roth lieferte bei der Grundsteinlegung in seinem kurzen Abriss noch einmal die wichtigsten Eckdaten für das „nie ganz normale Verwaltungsgebäude“, das 1987 nach der Inbetriebnahme in der Bevölkerung schon einmal japanisches Teehaus genannt wurde. In den 35 Jahren habe man an den Außenfassaden nichts verändern, doch das Innenleben sei heute ein komplett anderes als früher. „Das Haus war einmal für 270 Mitarbeiter ausgerichtet, wir hatten einen Computer, ein zweiter sollte noch kommen“, erinnerte sich Roth. Doch der Landkreis und die Aufgaben der Verwaltung sind gewachsen – und so fällte der Kreistag vor rund sechs Jahren die Entscheidung, die Behörde zu vergrößern. Freilich in Partnerschaft der beiden Architekten Professor Fritz Auer und des mittlerweile verstorbenen Professor Carlo Weber (Auer Weber). Der Landrat vergaß auch nicht die langen Debatten um die Größe des Anbaus und damit verbunden die Kosten – aktuell liegen diese bei 18,5 Millionen Euro – und das – ebenfalls lange – Genehmigungsverfahren bei der Stadt Starnberg zu erwähnen.

Auf einen weiterhin reibungslosen Ablauf der Arbeiten hofft auch Dominik Fahr von Auer Weber. Er freute sich über den unverändert guten Zustand der Bestandsgebäude und verband dies mit dem positiven Gefühl der Mitarbeiter, die dort täglich ein- und ausgingen. Von einem „Haus der Bürger“ sprach Fahr über den Erweiterungsbau, auch über die CO2-freie Wärmeversorgung durch eine Grundwasserwärmepumpe und 234 Kilowattstunden Strom, die die Photovoltaikanlagen liefern werden. Zu den Klängen der Starnberger Stadtkapelle gaben Stadtpfarrer Dr. Andreas Jall und sein evangelischer Amtskollege Dr. Stefan Koch noch den nötigen Segen für das Gelingen der Arbeiten.

Von Oliver Puls

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