Kein Ton über Westerwelle

Am Aschermittwoch hat der FDP-Kreisverband erstmals ein „silbernes Fischmesser“ im Jugendstil verliehen. Der Preis für „besonderes bürgerschaftliches Engagement“ ging an die Gautinger FDP-Gemeinderätin Christa von Einem. Sie habe oft „viel Mut“ bewiesen, würdigte FDP-Kreischefin Sigrid Friedl-Lausenmeyer das langjährige Wirken ihrer liberalen Mitstreiterin

. So habe sich Christa von Einem unter anderem für den Erhalt der „Alten Schule Stockdorf“ eingesetzt und mit einer von ihr angeregten Bürgerversammlung sowie einer Unterschriftenaktion erreicht, dass die Gemeinde das Gebäude saniert hat. Die so Geehrte freute sich mächtig über die Auszeichnung. Doch auch bereits vor der Preisverleihung herrschte gute Stimmung im mit 110 Besuchern besetzten Saal – trotz der gesunkenen Umfragewerte der FDP in Deutschland nach dem holprigen Start der Koalition und trotz des Gegenwindes, der den Liberalen entgegen schlägt, nachdem Parteichef Guido Westerwelle eine Debatte um den Sozialstatt angezettelt hat. Wer von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger jedoch Statements in dieser Hinsicht erwartet hatte - erstmals waren auch Reporter vom „Spiegel“ und Deutschlandfunk beim Aschermittwoch in Aufkirchen anwesend – wurde enttäuscht. Der Name Westerwelle wurde an diesem Abend mit keiner Silbe erwähnt. In ihrer gut 45-minütigen Rede, in der sich die Bundesjustizministerin kämpferisch wie gewohnt gab, fragte sie sich, wie eigentlich „die sozialen Sicherungssysteme“ auf Veränderungen in der Gesellschaft ausgerichtet worden seien. Punkten könnte die FDP - wenn sie sich in der Koalition durchsetzen kann - laut Sabine Leutheusser-Schnarrenberger bei der Gesundheitspolitik, Hartz IV, beim Haushalt oder beim Internet.

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