KinderArt erreicht bessere Auslastung der Kindergärten / Leiterin suspendiert

In der Januar-Sitzung des Berger Gemeinderats legte Kinder-Art seinen ersten Quartalsbericht vor. Seit September stehen die vier Kindertagesstätten der Gemeinde unter der Leitung des neuen Trägers. Wie Gerd Samuel Jäger von KinderArt mitteilte, sei es gut angelaufen. Er äußerte sich zufrieden mit der Auslastung der Einrichtungen.

So seien die 51 Plätze im Kindergarten Höhenrain alle belegt. Ebenso sieht es mit der Krippe in Höhenrain aus. Die zwölf Plätze seien voll. 52 Plätze habe die Schülertagesstätte Aufkirchen zu vergeben, die aber nicht ausreichen würden. Durch eine Ausnahmegenehmigung sei es möglich gewesen, die Zahl auf 56 zu erhöhen. Es könnten nicht mehr Kinder im laufenden Jahr aufgenommen werden und es lägen bereits viele Anfragen fürs nächste Jahr vor. Auch die Zahlen im Kindergarten Berg haben sich verbessert. Der Kindergarten, der Platz für 75 Kinder bietet, hatte lange Zeit mit Unterbelegung zu kämpfen. Sie seien laut Jäger mit 53 Kindern im September gestartet. Nun wären es 63 Kinder. Da dabei viele unter Dreijährige sind, verbessert dies die Quote weiter. Außerdem gäbe es weitere Anfragen fürs laufende Jahr. Auch das Budget ist kein Problem: „Wir kommen mit den finanziellen Mitteln gut aus“, sagte Jäger. Mehrmals hob er die gute Zusammenarbeit mit den Teams und mit der Gemeinde hervor. Schwieriger scheint es zu sein, genügend Personal zu finden. In Höhenrain bestünde eine „problematische Fachkraftquote“. Zwei Bewerber hätten den Vertrag kurzfristig platzen lassen. Höhenrain sei schlecht erreichbar und Teilzeitstellen schwer zu besetzen. Nach der Startphase will Jäger nun an der weiteren Entwicklung des Konzepts arbeiten und „attraktive Zusatzangebote“ in den Kindertagesstätten realisieren. Er sprach von Angeboten außerhalb der Öffnungszeiten, am Abend oder am Wochenende, um Berufstätigen entgegenzukommen. Anfang Februar soll in einem Meeting mit dem Elternbeirat der Bedarf eruiert werden. Während in Höhenrain und Aufkirchen der Wechsel zu einem neuen Träger ohne größere Probleme verlaufen zu sein scheint, stand der Übergang im Kindergarten Berg unter keinem guten Stern. Fünf der sieben Mitarbeiterinnen kündigten bereits im Sommer. Wellen hatte vor allem geschlagen, als die Leiterin freigestellt worden war. Die 56-jährige Heidi Thölke führte die Einrichtung 15 Jahre lang. „Kleine Kinderkrankheiten“ gab auch Jäger in seinem Bericht zu. Es sei eine große Herausforderung gewesen, innerhalb von sechs Wochen ein neues Team auf die Beine zu stellen. Die Zusammenarbeit mit der Leiterin sei nicht fortzusetzen gewesen. Interimsweise würde die Stelle durch Sabine Jäger (Jägers Ehefrau – Anm.d.Red) kompensiert. Sabine Seemann würde zum Januar stellvertretende Leiterin. Jäger äußerte sich optimistisch zur Neubesetzung. Zwar sei der Stellenmarkt derzeit „leergefegt“, KinderArt als neuer Träger aber attraktiv. Zu den Personalquerelen hätten die Gemeinderäte gern mehr gewusst, was Bürgermeister Rupert Monn aber nicht öffentlich diskutieren wollte. So mussten die vielen Zuhörer vor der Tür warten, bis die Sitzung weiterging. Ob denn die Buchungszeiten besser geworden seien, fragte Karl Brunnhuber (SPD) dann noch nach. Das konnte Verwaltungsleiter Alexander Reil nicht beantworten, denn das Bayerische Rote Kreuz als früherer Träger habe die letzten Zahlen noch nicht geliefert. Im Februar will er die Analyse einer Consulting Firma präsentieren.

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