Klinikum Starnberg: Telemedizinische Anbindung mit NIDA

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Klinikum Telemedizin

Starnberg – „Time is brain“, „Time is muscle“ - ob bei einem Schlaganfall oder einer Herzattacke - bei der Behandlung zählt jede Minute. Aber auch sonst gilt unter Medizinern der Spruch: „Zeit rettet Leben!“.

Und dazu trägt seit April am Klinikum Starnberg der Notfall Informations- und Dokumentations-Assistent - kurz NIDA - bei. Er bindet die Notaufnahme telemedizinisch an den Rettungsdienst an und kann so die Zeit von der Einlieferung des Patienten bis zur Behandlung um bis zu 25 Minuten verkürzen. Zwischen 100 und 140 Patienten werden täglich in der Notaufnahme des Starnberger Klinikums behandelt. „Das muss koordiniert werden und alle müssen möglichst schnell drankommen“, so Armin Schenn, Ärztlicher Leiter der zentralen Aufnahme. Wichtig dabei ist die Einteilung der Ressourcen: Wieviele Ärzte werden gebraucht und welche? Wieviel Personal ist notwendig? Welcher Raum wird je nach Notfall benötigt? „Es geht um eine Vielzahl von Informationen und je mehr davon, desto besser.“ Bis vor Kurzem wurden die Informationen über den angelieferten Patienten noch telefonisch übermittelt und vor Ort weitergegeben - eine Art „Stille Post“ bei der auch Informationen verloren gehen - und somit wertvolle Zeit. Durch NIDA ist nun eine umfassende Patienten-Voranmeldung möglich. Auf einem Arrivalboard in der Notaufnahme (ähnlich wie am Flughafen) werden alle wesentlichen Daten zu einem Notfallpatienten auf einen Blick angezeigt: Darstellung des Notfalls und die Priorisierung, die voraussichtliche Ankunftszeit in der Klinik, die Erstdiagnose nach dem Notarzt-Einsatz-Protokoll und kritische Parameter wie Kreislauf, GCS (Bewertungsschema für Bewusstseins- und Hirnfunktionsstörungen) und ob der Patient intubiert ist. Rund 700 Datensätze dieser Art haben die Mediziner in der Notaufnahme Starnberg bisher erhalten, konnten so bereits vor der Ankunft des Patienten die wichtigen Vorbereitungen treffen und entscheidende Zeit sparen. Via NIDA können zudem auch ein EKG sowie Fotos vom Einatzort übermittelt werden. Und durch die Übermittlung von Name und Versicherungsdaten kann sich der Arzt in der Notaufnahme anhand der Krankenakte bereits über eventuelle Vorerkrankungen oder frühere Klinikaufenthalte informieren. sb

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