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„Das Ergebnis können Sie in die Tonne treten“

Kommandant Markus Grasl kritisiert: Feuerwehr nicht für Feuerwehrbedarfsplan befragt

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Kommandant Markus Grasl (li.) kritisiert das Handeln der Stadt.

Starnberg – Der Stadtrat hat die Erarbeitung des Feuerwehrbedarfsplans am Montag einstimmig zur gemeinsamen Sache von Feuerwehr, Stadtverwaltung und Kommunalpolitiik erklärt. Die vom Rathaus im Alleingang und ohne Hinzuziehung des 1. Kommandanten Markus Grasl erfolgte Vergabe der Bedarfsermittlung an ein Nürnberger Fachbüro sorgte in der Sitzung für größere Turbulenzen. Der Feuerwehrreferent des Stadtrats, Franz Heidinger (BLS), erzwang per Antrag mit 19:11-Stimmen, dass das Thema auf die Tagesordnung kam - er hatte den Brandschutzbedarfsplan bereits im September 2017 bei Bürgermeisterin Eva John zur Behandlung im Plenum angemahnt – bis dato ohne Reaktion aus dem Rathaus.

Der seit 1. Februar amtierende ehrenamtliche 1. Kommandant Grasl wohnte der Ratssitzung binnen kurzer Zeit bereits zum zweiten Mal bei und nutzte das ihm eingeräumte Rederecht für deutliche Kritik am zuständigen Rathausmitarbeiter Ludwig Beck: Dieser habe telefonisch einige Fach-Anbieter von Bedarfserhebungen abgefragt, mit dem Effekt, dass die ausgewählte Firma in einer Art Fern-Analyse Excel-Tabellen geschickt habe: „Das Ergebnis können Sie in die Tonne treten“, so Grasl, der sein Unverständnis kundtat, dass man die Feuerwehrler vor Ort nicht einbezogen hatte. Man habe ihm zudem gleich zum Amtsantritt auch noch die Zuständigkeiten beschnitten, berichtete Grasl, er dürfe zum Beispiel weder Briefpapier noch Stempel der Stadt weiter verwenden und traue sich „die Vertretung der Feuerwehr in verwaltungstechnischer Sicht“ nicht mehr zu. Auch den aktuell vier Geräte-Warten der insgesamt acht Feuerwehren umfassenden Feuerwehr Starnberg seien „Zuständigkeiten entzogen“ worden. 

Neuer Plan beschlossen

Die Stadträte beschlossen nach dieser Klage auf Antrag von Stefan Frey (CSU), den Feuerwehrbedarfsplan unter Mitwirkung des „Federführenden Kommandanten“ erstellen zu lassen (30:0) – auch eine Verkehrsanalyse auf Basis bereits erfasster Daten soll gemäß Antrag Heidinger/Sengl (23:7) einfließen. (Ausführlicher Bericht folgt.)

Von mps

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