Für Konzerte & Kleinkunst

Herrsching – Das „Steinebacher“ in der Nachbargemeinde war der Bürgergemeinschaft Herrsching Vorbild bei der Ausarbeitung eines Konzepts für die künftige Nutzung des Bahnhofs. Vorausgesetzt, die Kommune übernimmt das historische Gebäude, hat die Gruppierung um Christiane Gruber ihre genauen Vorstellungen, was kurz-, mittel- und langfristig mit dem Entree an den Ammersee passieren soll. Was sofort in Angriff genommen werden muss: Die Faßade braucht dringend Farbe, die Toiletten ebenso dringend eine Sanierung und der Dönerwagen wie auch private Pkw’s sollen verschwinden.

Ziel ist es, den Bahnhof attraktiv und für alle Herrschinger Bürger zugänglich zu gestalten, schreibt die BGH/FW-Fraktionssprecherin und nennt eine Reihe von Vorschlägen wie das gelingen könnte. Dabei weiß Gruber, dass das Gebäude noch nicht im Besitz der Gemeinde ist, sie geht aber davon aus, dass das Verwaltungsgericht zugunsten Herrsching und des Vorkaufsrechts entschieden wird. Ist dies geschehen, stellt sich die Bürgergemeinschaft eine „Grundausstattung mit sauberen Toiletten“ vor. Weiterhin soll die Reiseberatung mit Ticketverkauf möglich sein, für die S-Bahn-Nutzer soll es einen Kiosk und Schließfächer geben. Kombiniert wird das alles mit der Nutzung der Halle als kulturellen Treffpunkt, etwa als Veranstaltungsort für Ausstellungen, Konzerte und Kleinkunst. Also ein ähnliches Programm wie im ehemaligen Bahnhof in Steinebach. „Im Fokus“ sei dabei hauptsächlich des Erdgeschoß, schreibt Gruber weiter, da die oberen Stockwerke nur mit großem Aufwand (Brandschutz, Barrierefreiheit) genutzt werden könnten. Kurzfristige Maßnahmen sind für Gruber und ihre Mitstreiter neben der Toilettensanierung und einem neuen Anstrich (vielleicht gleiche Farbe wie das Fremdenverkehrsbüro). Weiter wolle man die Wohnnutzung im oberen Stockwerk beibehalten; das Gebäude soll entwidmet werden und parallel dazu soll das Rathaus die Zuschussmöglichkeiten im Rahmen der Städtebauförderung prüfen. Mittelfristig stellt sich die Bürgergemeinschaft den Erwerb und die Gestaltung der Flächen rund um den Bahnhof – nach Süden bis zum Kienbach, nach Westen bis zur Evangelischen Kirche und weiter bis zum Bahnsteigende – vor. Die Bahnhofshalle als gläsernen Mittelbau erweitern ist noch Zukunftsmusik, könnte laut Gruber aber als langfristiges Ziel realisiert werden. Darüber hinaus stellt sie sich neben der Reiseberatung (dann nördlicher Teil und somit näher am Bahngleis), das VHS-Büro (südlicher Gebäudetrakt), eine Gastronomie mit Außenbewirtschaftung in Richtung Kienbach (ebenfalls südlich), eine Geh- und Radwegeverbindung zum See sowie eine Erweiterung der Parkflächen entlang des Landungsstegs (entsprechend dem Rahmenplan) vor.

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