Ein Krankenhaus des 21. Jahrhunderts

Neubau des Benedictus Krankenhauses Feldafing  feierlich eröffnet

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Das neue Benedictus Krankenhaus Feldafing wurde eingeweiht: (v.li.): Dr. Simon Machnik,Prof. Peter Henningsen,Ministerialdirigent Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, Bürgermeister Bernhard Sontheim und Dr. Clemens Guth.

Feldafing - Medizinische Kompetenz, modernste Infrastruktur, durchdachte Prozesse und vor allem menschliche Zuwendung – das sind die maßgeblichen Säulen des „neuen“ Benedictus Krankenhauses Feldafing. 4.450 m² Fensterfläche sind hier entstanden, 255 km Kabel und 35 km Rohrleitungen für Wasser und Heizung wurden verlegt und 21.000 Installationsgeräte wie Schalter oder Steckdosen, verbaut. Nach jahrelanger Bauphase wurden der Neubau auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände heute im Rahmen eines großen Festakts feierlich eröffnet und den ca. 200 Gästen zahlreiche durchdachte Highlights präsentiert.

„Hier ist ein Haus entstanden, in dem fast doppelt so viele Patienten wie bisher erstklassig behandelt werden, das in puncto Ambiente und Menschlichkeit gleichzeitig aber von einer unpersönlichen, komplizierten Großeinrichtung nicht weiter entfernt sein könnte“, freut sich Artemed-Geschäftsführer Dr. Clemens Guth. 

„Wenn das Benedictus Krankenhaus Feldafing hier nicht neu hätte gebaut werden können, müssten die Patienten jetzt in andere, weiter entfernte Reha- Einrichtungen gebracht werden – das wäre für sie wie auch ihre Angehörigen gleichermaßen schwierig“, erläuterte beim Festakt Bürgermeister Bernhard Sontheim die Bedeutung der wohnortnahen Versorgung. „Das Zusammenspiel der beiden Benedictus Krankenhäuser bietet für die Gesundheitsversorgung unserer Bürger optimale Rahmenbedingungen. Das neue Feldafinger Krankenhaus ist die Perle in der Perle am See.“

Seit 2009 etablierte sich das Benedictus Krankenhaus Feldafing als renommierter Spezialist für die Weiterbehandlung und Rehabilitation von Menschen, die durch einen vorhergegangenen Klinikaufenthalt erhebliche Einschränkungen ihrer Eigenständigkeit in Kauf nehmen müssen. In der Neurologie unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Dirk Sander, der Orthopädie rund um Chefärztin Dr. Sonja Herzberg und der Geriatrie unter der chefärztlichen Leitung von Dr. Adrian Grund werden sie individuell auf ihren Alltag zu Hause vorbereitet – unterstützt nicht nur von ihren ärztlichen Kollegen, sondern ebenso von zuletzt über 250 hoch qualifizierten und erfahrenen Mitarbeitern aus Pflege, Physiotherapie, Sprachtherapie, Ergotherapie und Psychologie.

Um im Team eine durchgängig hohe Qualität zu halten, kommt dem Thema Fort- und Weiterbildung und Lehre in Feldafing eine ganz besondere Rolle zu. Wie diese hier gelebt wird, verdeutlichte Prof. Dr. Peter Henningsen, Alt-Dekan der TU München. „Der Titel des Akademischen Lehrkrankenhauses ist beliebt, aber es gibt ihn nicht umsonst. Am Ende müssen wir uns immer die Frage stellen, wie die Klinik bei unseren Studenten ankommt. Dass das Benedictus Krankenhaus Feldafing in ihren Beurteilungen so gut abschneidet, hat sicher mit dem Engagement des Teams, aber auch des Trägers zu tun. Hier wird Raum geschaffen, in dem Lehrende und Lernende Zeit füreinander finden. Ich bin sicher, dass sich diese Win-Win-Situation zwischen Klinik und Fakultät in der Zukunft noch weiter entwickeln wird.“

Höchste medizinische Qualität trifft auf innovative Bauweise

Die Beliebtheit des Hauses nicht nur bei den Studenten thematisierte auch Herwig Heide, Ministerialdirigent des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege und verantwortlich für die gesamte Krankenhausstruktur in Bayern: „Die große Inanspruchnahme des Benedictus Krankenhauses Feldafing in der Bevölkerung zeigt, dass die Artemed in dem anspruchsvollen Umfeld der bayerischen Krankenhauslandschaft ihren eigenen Weg findet. Das neue Benedictus Krankenhaus Feldafing wird ein starker, zuverlässiger Partner für die Patienten sein und eine gute Versorgung im Fünfseenland und weit darüber hinaus sichern.“ „Das Standing, dass Sie sich im Landkreis erarbeitet haben, das strahlt aus“, zeigte sich auch Landrat Karl Roth überzeugt. „Der Landkreis freut sich heute mit Ihnen, der Landrat aber ganz besonders.“ Tatsächlich zählt das Haus laut F.A.Z. Institut bereits jetzt zu den fünf besten Kliniken Deutschlands, Jahr für Jahr erfolgt auch die entsprechende Auszeichnung durch die renommierte Focus-Liste. „Leider erforderte es diese große Beliebtheit auch, dass wir ob der begrenzten Kapazitäten im alten Gebäude immer mehr Patienten ablehnen mussten und auch keine Möglichkeit hatten, neue diagnostische und therapeutische Möglichkeiten in unser Leistungsspektrum aufzunehmen“, so Dr. Simon Machnik, Geschäftsführer des Benedictus Krankenhauses Feldafing. „Hier im Thomas-Mann-Weg konnten wir nun alles verwirklichen, was bislang Traum bleiben mussten.“

Besonders auffällig ist dabei die Kreuzform des Gebäudes, die besonders kurze Wege für Patienten wie Mitarbeiter gleichermaßen gewährleistet. Gleichzeitig ermöglichen die vier Flügel neben einer großen Übersichtlichkeit besonders geschützte Bereiche gerade für schwer beeinträchtigte und liegende Patienten. Sie profitieren von weniger unnötigem Personenverkehr auf den Stationen ebenso wie von einer eigenen Wegeführung. Doch nicht nur hier bietet der Neubau optimale Voraussetzungen für einen individuellen Behandlungsverlauf: Über vier Stockwerke verteilt beherbergt der Neubau nicht nur große Therapieflächen mit hauseigenem Schwimmbad, modernen Geräteparks und neuester Robotik, beispielsweise in Gang-, Hand- und Armlabor; das neue Benedictus Krankenhaus Feldafing besticht vor allem durch die Kombination rehabilitativer und moderner Hochleistungsmedizin für akute Notfälle. „Eine absolute Besonderheit sind die neuen diagnostischen Möglichkeiten inklusive CT und eine eigene Überwachungsstation mit Intensivpflege. Durch diese 24/7 volle ärztliche Kompetenz in der Notfallmedizin, gepaart mit der engen klinischen Zusammenarbeit mit dem Benedictus Krankenhaus Feldafing können wir wirklich durchgängige Prozesse bieten, die unseren Patienten die Behandlung aus einer Hand ermöglichen“, erklärt Dr. Simon Machnik.

Abgerundet wird das breite Angebot der Klinik durch den Umzug der stationären Schmerzmedizin unter Chefarzt Prof. Dr. Rainer Freynhagen von Tutzing nach Feldafing, wo sich nun auch die Tagesklinik befindet. Hier können sich Schmerzpatienten tagsüber behandeln lassen, abends aber in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren.

Wo aus Krankenhaus Zuhause wird

Dass der „Wohlfühlaspekt“ für die Genesung eines Patienten eine ganz zentrale Rolle spielt, ist im Benedictus Krankenhaus Feldafing längst kein Geheimnis mehr. Ganz besonders viel Wert legt man hier entsprechend seit Jahren auf eine familiäre, herzliche Atmosphäre, in der auch vermeintlich kleine Details ganz groß geschrieben werden. Denn: „Wo Benedictus draufsteht, muss auch Benedictus drin sein!“ Davon zeugt nicht nur die hauseigene Kapelle, die mit ihrer schlichten Schönheit und warmen Farben zur inneren Einkehr einlädt. Tatsächlich strahlt das ganze Haus eine helle, freundliche Atmosphäre aus: Warme Materialien mit lokalem Bezug treten statt technischer Aspekte in den Vordergrund; große Fensterflächen und umlaufende Balkone bieten aus jedem der 170 Patientenzimmer einen Blick in die Natur; ein farbenfroher, luftiger Speisesaal lässt die frischen Gerichte aus der hauseigenen Küche einmal mehr zum Genuss werden; die weitläufige Dachterrasse bietet einen einmaligen Ausblick; und die Einbettung des Hauses in großzügige Außenanlagen trägt das ihre zum Genesungsverlauf bei.

Ganz besonders sticht an dieser Stelle das Bildkonzept des Hauses ins Auge: Über 190 große, hochwertige Fotomotive aus der wunderschönen oberbayerischen Seenlandschaft zieren die Räumlichkeiten und vermitteln dadurch den Patienten ein Stück vertrauter Umgebung. „Niemand soll hier Angst haben, in der Anonymität einer Großklinik unterzugehen, ganz im Gegenteil: Auch eine Klinik kann zumindest zeitweise zum Zuhause werden“, erklärt Prof. Dr. Jürgen Wettke, der für das Bildkonzept des neuen Benedictus Krankenhauses Feldafing verantwortlich zeichnet und hierfür Aufnahmen des Landschaftsfotografen Florian Werner in Szene gesetzt und mit eigenen Bildern ergänzt hat.

„Morgen ziehen die ersten Patienten ein – und wir haben überhaupt keinen Zweifel daran, dass sie dieses Haus genauso begeistern wird wie uns“, ist Dr. Clemens Guth überzeugt. „Wir haben nun acht Jahre auf diesen Moment hingefiebert und können uns für den Ideenreichtum, das Herzblut und die Arbeit die hier eingeflossen sind, nur ganz herzlich bei allen Beteiligten bedanken und heißen Sie alle herzlich willkommen im Krankenhaus des 21. Jahrhunderts!“

Von Kreisbote

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