Nur rund 12 Tage im Kalenderjahr

Krankenkasse-Studie: Landkreis Starnberg verzeichnet die niedrigsten Zahlen bei beruflichen Krankschreibungen

Coronavirus/Baden-Württemberg: Rezepte und Krankmeldungen per Telefon - statt Arztbesuch?
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Arbeitnehmer im Landkreis Starnberg lassen sich am wenigsten krank schreiben, so eine Studie des Bayerischen Landesverbandes der Betriebskrankenkasse (BKK).

Region - Die krankheitsbedingten Fehltage in Bayern nehmen zu. Das geht aus einer aktuellen Studie des Bayerischen Landesverbandes der Betriebskrankenkasse (BKK) hervor. Im zurückliegenden Jahr fehlte in Bayern ein beschäftigtes Mitglied der BKK durchschnittlich an 16,6 Tagen. Nach Baden-Württemberg und Hamburg fällt Bayern damit vom zweiten auf den dritten Platz im bundesweiten Vergleich der Arbeitsunfähigkeitsstatistik (AU-Statistik). 

Auch innerhalb Bayerns gibt es große regionale Unterschiede. Vielfältig ist das Krankheitsgeschehen zudem hinsichtlich der Diagnosen und der betroffenen Wirtschaftsgruppen. Der BKK Landesverband Bayern hat die AU-Statistik des Gesamtjahrs 2019 auf verschiedenen Ebenen analysiert. Im Norden des Freistaats sind die Krankheitstage traditionell höher. Mit 19,3 Kalendertagen führt der Bezirk Oberfranken die Statistik an, gefolgt von Unterfranken (19 Tage), Oberpfalz (17,5 Tage), Niederbayern (17,1 Tage), Mittelfranken und Schwaben (16,9 Tage). Oberbayern liegt mit weitem Abstand bei durchschnittlich 14,6 Kalendertagen im Jahr. 

Auf Kreisebene betrachtet stellt der Landkreis Coburg mit 23 Kalendertagen die Hochburg in der diesjährigen Arbeitsunfähigkeits-Auswertung dar. Die wenigsten Krankheitszeiten verzeichnen die Starnberger mit 11,6 Tagen im Kalenderjahr.

Berufsgruppen, die bei Wind und Wetter auf Bayerns Straßen aktiv sind, gelten als besonders belastet. Zu Recht: Im Bereich der Briefzustellung, der Abfallentsorgung und im Überlandverkehr sind die Krankmeldungen überdurchschnittlich hoch. Postbotinnen und Paketboten führen dabei die Statistik mit 24,5 Krankheitstagen im Jahr an. Gleich dahinter folgen Kraftfahrer und –fahrerinnen mit 23,4 Tagen sowie Beschäftigte im Bereich Abfallentsorgung und Recycling mit 23,3 Tagen. Vergleichsweise wenige Krankentage verzeichnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereichen Informationsdienstleistungen (9,6 Tage), Verlage und Medien (10,3 Tage) sowie Dienstleistungsberufe im freiberuflich wissenschaftlichen und technischen Bereich (10,6 Tage).  

Seit Jahren nimmt die Bedeutung psychischer Erkrankungen zu. Sie zählen inzwischen zu den langwierigsten Erkrankungen: 38,2 Tage fallen im Durchschnitt bei einer psychischen Störung an; Frauen sind weitaus häufiger betroffen, als ihre männlichen Kollegen, so die BKK-Studie.

Kreisbote

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