Geschäftsstellen Pöcking, Söcking, Weßling und Wörthsee werden "SB-Center"

Kreissparkasse dünnt Filialnetz aus

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Landkreis – Die Zeiten von Postämtern auf dem Dorf, Tante-Emma-Läden um die Ecke und einem flächendeckenden Netz von Bankfilialen kennt der Nachwuchs nur noch aus Bilderbüchern.

Längst werden die alltäglichen Bankgeschäfte online erledigt, Briefe und Pakete werden heute im Post-Shop im Supermarkt abgegeben und Discounter haben die kleinen Geschäfte verdrängt. Auch an der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg geht diese Entwicklung nicht vorbei. Am Freitag kündigte sie die Schließung von Filialen im Landkreis an. Eine Statistik des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands besagt, dass mittlerweile auf einen Besuch in einer Sparkassen-Geschäftsstelle 108 Besuche in der Internetfiliale und 192 Kontakte über die Sparkassen-App für mobile Endgeräte kommen. „Auch unsere Kunden nutzen alle Kanäle, um Kontakt zur Kreissparkasse aufzunehmen. Einfache Bankgeschäfte erledigen sie online“, heißt es in einer Presseerklärung der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg. 

Die Anforderungen der Kunden änderten sich allerdings nicht nur beim Service und beim Zahlungsverkehr, sondern auch hinsichtlich der persönlichen Beratung. Im Schnitt werde dieser Service laut Bank nur noch ein- bis zweimal in einer Geschäftsstelle wahrgenommen. Es war deshalb nur eine Frage der Zeit, bis sich das Geldinstitut dem technischen Fortschritt angepasst hat. Die Folge: im Wirkungskreis der Sparkasse München Starnberg Ebersberg werden 18 kleinere Filialen mit nur wenig Kundenverkehr in so genannte SB-Center umgewandelt beziehungsweise die Öffnungszeiten verkürzt. Im Landkreis Starnberg betrifft es die Standort Pöcking, Söcking, Weßling und Wörthsee, die Geschäftsstellen Berg, Feldafing, Inning und Krailling sind künftig nur noch von Montag bis Mittwoch von 7.30 bis 13 Uhr sowie donnerstags und freitags in der Zeit von 12 bis 19 Uhr geöffnet. pop

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