ödp Kreisverband

Kreis-ödp hat sich viel vorgenommen

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Starnberg – Das Mega-Wahljahr war für sie erfolgreich, für die Zukunft vorgenommen hat sich der ÖDP-Kreisverband viel.

Sie wehren sich gegen die Gentechnik, wollen alternative Energien vorantreiben, fördern plastikfreie Regionen, sehen die Regionalisierung als Zukunftsmodell und arbeiten daran, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Am Donnerstag trafen sich die Mitglieder im Gasthaus „Zur Schießstätte“ in Starn-berg, um einen Blick auf das vergangene Jahr zu werfen und ihren Vorstand zu wählten. Als Erfolg für die ökologisch-demokratische Partei verbuchte die erste Vorsitzende Christiane Lüst die vom Bundesverfassungsgericht gekippte Fünf-Prozent-Hürde bei der Europawahl. Mit einem Wahlergebnis von 0,6 Prozent vertritt der Atomphysiker Klaus Buchner im Europaparlament ab sofort die Interessen der Öko-Demokraten. Die plastikfreie Woche im Landkreis (wir berichteten) war eine gute Sache, betonte die Diplom- Sozialpädagogin. Außerdem sollte offensiv gegen Mikroplastikteilchen vorgegangen werden, die zum Beispiel in der Zahnpasta oder in Schönheitsprodukten wie Peelings zu finden seien und die Umwelt nachweislich belasteten. Themen wie diese scheinen der Partei besonders auf kommunaler Ebene Schützenhilfe geleistet zu haben: In Bayern konnten sie ihre Mandate um rund 20 Prozent auf 380 erhöhen. Erstmalig sind sie auch in Gauting vertreten und unterdessen stellen sie acht Bürgermeister in Bayern. Einer von ihnen ist Rudolf Krug, der in Tutzing mit deutlicher Mehrheit ins Amt gewählt wurde. Er habe ein schweres Erbe angetreten, gestand Krug an der Kreisversammlung, spüre aber im Gemeinderat das Vertrauen und die gute Stimmung. Diese enge Zusammenarbeit mit den verschiedenen Fraktionen hat sich die Umweltpartei generell auf die Fahnen geschrieben. Im Kreistag kämpfen Tutzings Bürgermeister und Margarete Blunck – beide ganz neu – unter anderem um dieses Miteinander. Ulrich Ellwanger schied nach 18 Jahren aus dem Kreistag aus und ließ seine Erfah-rung Revue passieren. Das Ammersee-Gymnasium sehe er kritisch, unterstütze die Re-Kommunali- sierung der Abfallwirtschaft und lobte die Kreisklinik. Zusammenfassend riet er: „Pragmatisch vorgehen, aber immer kritisch hinterfragen“. Diese Freiheit habe man in der ÖDP, weil man nicht auf Interessen größerer Firmen Rücksicht nehmen müsse. Das liege daran, dass die ÖDP keine Firmenspenden annimmt. In den schwarzen Zahlen ist der Kreisverbande dennoch, weil am 31. Dezember eine private Spende von 1.000 Euro das Minus ausglich. Auch sie hatten hohe Ausgaben im Mega-Wahljahr 2013. Am Ende des Abends wurde gewählt und die Vorsitzende Christiane Lüst in ihrem Amt bestätigt. Rudolf Krug übernimmt den stellvertretenden Vorsitz und ersetzt damit Ulrich Kratzer. Ernst Sporer wiederum gab nach zwölf Jahren die Schriftführung an das neue Mitglied und die ehemalige Grüne Monika Blume-Hedemann ab. Wiedergewählt als Schatzmeister wurde Ulrich Ellwanger und Beisitzer ist wie gehabt Winfried Ruhbaum. mk

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