Kreisverkehr

Maxhofkreisel: Unübersichtliche Verkehrsführung

+

Starnberg/Pöcking – Seit Eröffnung hat es bereits 15 Mal gekracht, davon drei Mal schwer und mit Verletzten. Viele Autofahrer haben sich noch nicht an den im Juni eröffnete „Maxhofkreisel“ gewöhnt.

Vor allem nicht an die zweispurige Einfahrt von der B2 und an die einspurige Ausfahrt in die Bundesstraße. Mittlerweile hat sich Landrat Karl Roth der Problematik vor den Toren der Kreisstadt angenommen. Gemeinsam mit Verkehrsexperten aus dem Landratsamt sucht er nach einer raschen Lösung. Kreisboten-Leserin Monika Aitchison bringt es treffend auf den Punkt: „Die Befahrung des Maxhofkreisels gleicht einem russischen Roulette“, schreibt sie und berichtet von Fahrern, die sie vor der Ausfahrt schneiden oder gar abdrängen. Die Verkehrsführung ist in der Tat verwirrend: Die meisten Fahrer, die etwa nach Weilheim wollen, nutzen nämlich die linke Spur – und somit die innere Fahrbahnhälfte des Kreisels. Doch bei der Abfahrt in Richtung Weilheim treffen sie auf Verkehrsteilnehmer, die sich rechts eingeordnet und nicht bei der Ausfahrt Maxhof den Kreisverkehr verlassen haben. „Hier gilt das Rechtsfahrgebot“, erklärt dazu Bernd Matuschek von der Polizeiinspektion Starnberg. Was so viel bedeutet, dass der Abbieger im Kreisel-Inneren warten muss. Und sein Kollege Johannes Bauer räumt ein, dass dies in der Tat jeglicher Logik entbehre, da man ja mit der zweispurigen Einfahrt suggeriert bekomme, es gehe im Kreisel auch zweispurig weiter. Im Kreisel selbst fehlt eine entsprechende Fahrbahnmarkierung obwohl die Breite vorhanden ist. Und die Ausfahrt Weilheim mündet sogar nur noch einspurig in die B2 (selbiges auch in umgekehrter Richtung nach Starnberg). „Unter Umständen nimmt man die Markierung vor den Einfahrten wieder weg“, kann sich Johannes Bauer vorstellen. Zu groß seien die Irritationen, und die Klagen der Bürger reißen auch nicht ab. Eine andere Möglichkeit sieht die Polizei in der so genannten Sperrmarkierung, eine optische Fahrbahnverengung. Von Seiten des Straßenbauamts in Weilheim heißt es, der „Maxhofkreisel“ mit seinem Bypass (aus Richtung Maxhof) wurde als „leistungsstarker und zukunftsfähiger Kreisverkehr“ gebaut. Schließlich soll er einmal den Verkehr der Starnberger Westumgehung zur A96 schlucken. Und Landkreis-Sprecher Stefan Diebl erklärt auf Anfrage, „ein gewisser Gewöhnungsfaktor“ sei bei dem Kreisel schon dabei. Im Landratsamt denke man aber darüber nach wie die brenzlige Situation entschärft werden könnte. Deshalb habe sich auch Landrat Karl Roth persönlich der Angelegenheit angenommen, so Diebl weiter. In nächster Zeit wolle Roth mit Fachleuten aus der Verkehrsbehörde nach einer Lösung, entweder einer entsprechenden Markierung oder Beschilderung, suchen. Bis dahin rät Bernd Matuschek allen Autofahrern, sich rechts zu halten. „Das mache ich aus reiner Selbsterhaltung sogar mit dem Streifenwagen.“ Oliver Puls

Auch interessant

Meistgelesen

"Summer Splash" mit Radio Fantasy im Allgäu Skyline Park
"Summer Splash" mit Radio Fantasy im Allgäu Skyline Park
Das elfte Fünf Seen Filmfestival wartet wieder mit Superlativen auf
Das elfte Fünf Seen Filmfestival wartet wieder mit Superlativen auf
Klinikum Starnberg: Telemedizinische Anbindung mit NIDA
Klinikum Starnberg: Telemedizinische Anbindung mit NIDA
ASTO-Erfolgsgeschichte geht weiter: Richtfest für Marriot Hotel
ASTO-Erfolgsgeschichte geht weiter: Richtfest für Marriot Hotel

Kommentare