Krippe mit zwei Gruppen

In Gilching schießen die Betreuungseinrichtungen für Kinder wie Pilze aus dem Boden. Der Gemeinderat gab in der jüngsten Ratssitzung sein Plazet für ein neues Kinderhaus am Abenteuerspielplatz.

Neu entstehen derzeit beim BIV-Kindergarten ein Gebäude für vier Kinderkrippen und auf dem Grundstück der evangelischen Kirche ein Haus für zusätz- liche Krippen- und Hortplätze. In der jüngsten Ratssitzung gab es außerdem grünes Licht für ein weiteres Kinderhaus. Am Juliane-Meyer-Weg auf Höhe Abenteuerspielplatz wird laut Architekt Achim Füllemann ein ebenerdiges energetisch ausgerichtetes Gebäude entstehen. Geplant sind eine Kinderkrippe mit zwei Gruppen und ein Aufenthaltsraum, der dem Team und den Kindern des Abenteuerspielplatzes zur Verfügung stehen wird. Das Gebäude wurde so konzipiert, dass es im Bedarfsfalle aufgestockt werden kann, erklärte Füllemann. Problematisch gestaltet sich die Erschließung. Das Gebäude auf freiem Feld ist nur über einen Fuß- beziehungsweise Radweg erreichbar. Die Eltern sollen die Parkplätze nahe der Kletterhalle beziehungsweise bei der James-Krüss-Grundschule benutzen und dann zu Fuß zur Krippe gehen. In der Theorie machbar, in der Praxis jedoch werden die Mütter und Väter versuchen, so nahe als möglich zum Krippeneingang hinzufahren, mahnte Stefan Hartmann (FDP). Im Übrigen erinnerte er daran, dass das Gebäude vom Müllauto angefahren werden muss. „Wird der Weg aber für Müllautos fahrbar gemacht, versuchen auch die Eltern, so nahe als möglich heranzufahren. Das endet im Chaos.“ Christian Bauer (CSU) erinnerte daran, dass der Krippeneingang unter anderem zum Be- und Entladen für Möbel und andere sperrige Gegenstände erreichbar sein muss. „Eine Spülmaschine kann nicht über den gesamten Gehweg getragen werden.“    Probleme, über die noch nicht so richtig nachgedacht wurde, räumte Füllemann ein. Er schlug vor, den Weg im Untergrund soweit stabil zu machen, dass er auch Kraftfahrzeuge aushält. Zudem soll eine Schranke angebracht werden, um den übrigen Verkehr fern zu halten. Auf die Kritik von Dieter Moehring wegen der fehlenden Unterkellerung sagte Bürgermeister Manfred Walter: „Die Keller kommen uns so teuer, so dass wir bei der Einsparung für unsere drei neuen Gebäude eine vierte Einrichtung bauen können.“   Die Kosten für die komplette Baumaßnahme gab Walter mit einer Million Euro an. Wie berichtet, gibt es für die Krippe, die mit 715.000 Euro veranschlagt wurde, rund 570.000 Euro staatlichen Zuschuss.    

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