Kritik der Gemeinderäte

Bei der Verlegung der Fernwärmeleitungen in Gräfelfing muss der Fluss auf Höhe der Würmbrücke überquert werden. Zwei im Bauausschuss vorgestellte überirdische Varianten stießen auf Kritik im Gemeinderat. Foto: Kuhn

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BIRGIT KUHN, Gräfelfing - Für die Verlegung der Fernwärmerohre in Gräfelfing müssen zwei Achsen gequert werden. Die eine ist die Überquerung der Autobahn, die andere die der Würm. Im jüngsten Bauausschuss beschäftigte sich der Rat mit der Würmquerung. Bauamtsleiterin Elisabeth Breiter stellte zwei wirtschaftlich günstige Lösungen vor, die aber keinen Zuspruch im Rat fanden. Im Gegenteil, Fachberaterin Kathrin Frische kann sich nicht vorstellen, dass die Gemeinde überhaupt eine oberirdische Überquerung wünsche am Tor zur Gartenstadt Gräfelfing. „So eine Scheußlichkeit zu bauen wegen Zeitdruck.“ Variante eins sieht vor, dass die Leitungen von der Würmtalstraße kommend die Würm überqueren auf Höhe der Würmbrücke in Richtung Bahnhofstraße. Im ersten Fall sollen die Rohre über der Brücke verlaufen, direkt neben dem Maibaumstandort, da dort die Würm am schmalsten ist. Variante zwei ist etwas unauffälliger und verläuft auf der Südseite der Würm. Dort sollen die Rohre „unmittelbar parallel zur Brücke verlaufen“. Tiefer lassen sich die Rohre nicht setzen, weil man dem Hochwasserschutz verpflichtet sei, so Bürgermeister Christoph Göbel. Hierüber entscheidet letztlich das Wasserwirtschaftsamt. Petra Schaber (IGG) wollte wissen, warum eine Fernwärmeleitung nicht unter der Würm möglich ist. Eine unterirdische Verlegung ist technisch machbar, sagte Ingenieur Robert Haas. Diese Variante wurde aus Kostengründen nicht weiter untersucht. Bei einer solchen Unterquerung der Würm wäre der Verkehr für einen längeren Zeitraum in der Pasinger/Panegger Straße gesperrt, gab Haas zu Bedenken. Grund ist, dass an beiden Seiten des Ufers Startschächte von bis zu 20 Meter Tiefe erforderlich sind. Dies ließ der Bürgermeister als Grund für eine oberirdische Querung nicht gelten. Der Tagesordnungspunkt wurde zurückgestellt. Die Fraktionen sollen sich hierüber nochmals gründlich beraten.

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