Lob für kulturelles Kleinod

Pöcking – Die Neugestaltung des Kaiserin Elisabeth Museums ist vollendet: Zwei Jahre hat die aufwendige Sanierung gedauert, währenddessen auch die Ausstellungsfläche auf nun 100 Quadratmeter verdoppelt werden konnte. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die zur Wiedereröffnung Ende April gekommenen rund 200 geladenen Gäste – darunter auch Vertreter des Hauses Habsburg und der Wittelsbacher - waren jedenfalls alle voll des Lobes. Tenor: Das Kaiserin-Elisabeth-Museum ist ein kulturelles Kleinod geworden, nicht für Pöcking, sondern für den gesamten Landkreis Starnberg und die Fünf-Seen-Region.

Das professionelle Museumskonzept, dass die Vorsitzende Rosemarie Mann-Stein und ihre Mitstreiterinnen ehrenamtlich erarbeitet hatten, geht auf. So sind die Besucherzahlen von 2007 bis 2009 von 1.000 auf 4.500 gestiegen – und es werden immer mehr. Seit der diesjährigen Saisoneröffnung Anfang Mai konnte das Museum bereits wieder viele Besucher verzeichnen. Entstanden ist das Museum aus der privaten Sammlung des inzwischen verstorbenen Starnberger Antiquars Paul Heinemann, der die Exponate im Bahnhof Possenhofen ausgestellt hatte. Im Jahre 2005 hatte dann die Gemeinde die Sammlung gekauft. Für den Umbau des Museums investierte Pöcking rund 100.000 Euro. Unter anderem wurden neue Vitrinen und Klimageräte gekauft sowie der König-Ludwig-II. Saal umgestaltet, in dem kurzfristig einmal ein Café betrieben worden war. Das Kaiserin-Elisabeth-Museum liegt nun an der Sisi-Straße, die von Augsburg über Österreich, Ungarn und Italien bis in die Schweiz führt und an der verschiedene Kultureinrichtungen die Lebensstationen der Kaiserin miteinander verbinden. Neben der Kaiserin-Elisabeth-Sammlung im prunkvoll dekorierten Wartesaal von König Ludwig II. als Dauerausstellung ist dieses Jahr noch die Sonderausstellung „175 Jahre Deutsche Eisenbahn – 145 Jahre Bahnhof Possenhofen“ zu sehen. Unter den Exponaten befinden sich auch Raritäten wie eine Original-Karte von der Planung des Wartesalons oder der Ausbauplan der Bahnlinie aus dem Jahre 1862 (endete damals in Starnberg). Geöffnet hat das Kaiserin-Elisabeth-Museum von Mai bis Mitte Oktober an Freitagen, Samstagen sowie Sonn- und Feiertagen zwischen 14 und 18 Uhr (für Gruppen ganzjährig nach Vereinbarung).

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